SVSVFB 3:1 (2:0) – Effiziente Schwalbenträger besiegen Homberger Liga-Rückkehrer

Die Spielvereinigung Schonnebeck hat das erste Heimspiel des Jahres gewonnen. Mit 3:1 (2:0) hat die Tönnies-Elf den zuletzt elf Mal ungeschlagenen VfB Homberg besiegt.

Der Schiedsrichter hatte die Pfeife kaum aus dem Mund, da blieb den Schonnebecker Fans die Stadionwurst schon beinahe im Rachen stecken. Der ehemalige Schwalbenträger Dennis Wibbe lief alleine auf Keeper André Bley zu, der stürmte aus seinem Tor, erreichte zwar den Ball nicht, konnte Wibbe aber entscheidend abdrängen.

Durchatmen war am Schetters Busch angesagt. Allerdings nicht lange. Diesmal ging der Puls aber aus Freude hoch: Eine einstudierte Freistoßvariante führte zum frühen 1:0 für die Gastgeber. Rami hebte den Freistoß  an den langen Pfosten, von der Garthen legte quer auf Bloch und der hattte keine Mühe den Ball über die Linie zu drücken (13.).

Die Duisburger ließen sich davon aber nicht beeindrucken und spielten weiter munter mit. Es entwickelte sich von beiden Seiten ein nickeliges Spiel mit vielen kleinen Fouls. Nach einer guten halben Stunde durften sich die Schwalbenträger bei ihrem Torwart André Bley bedanken, dass die Homberger nicht den Ausgleich erzielten. Nach einem Freistoß entschärfte Schonnebecks Keeper mit einer Glanzparade die Riesenchance von Can Serdar aus kurzer Distanz.

Doch die Grün-Weißen hatten die richtige Antwort auf die stärker werdenden Gäste. Ketsatis setzte sich zentral vor dem Homberger Strafraum robust gegen zwei Gegenspieler durch und zog an der linken Strafraumkante aus der Drehung ab. Der Ball wurde länger und länger und der verdutzte Philipp Gutkowski konnte nur noch hinterher gucken. Das 2:0 – ein Treffer der Marke „Tor des Monats“ (31.).

Nach der Halbzeit kam Homberg zunächst nicht so gut ins Spiel, wie zu Beginn der Partie. Der Anschlusstreffer zum 1:2 fiel dementsprechend aus dem Nichts. Jerome Manca zog einfach aus gut 20 Metern ab – und wie?! Der „Strahl“ schlug rechts oben im Schonnebecker Kasten ein – keine Chance für Bley (56.).

Doch ein Schonnebecker hatte etwas dagegen, dass Homberg am Schetters Busch noch weiter aufdrehte. Schon das gesamte Spiel über hatte Hüseyin Ünal immer wieder dafür gesorgt, dass der Homberger Hintermannschaft nicht langweilig wurde. Vor allem dank seiner Schnelligkeit konnten die Gäste den Schonnebecker Stürmer nie richtig in den Griff bekommen. Nur eine Minute nach dem Anschlusstreffer stellte er den alten Abstand wieder her. Barra bediente ihn mit einem Pass in die Spitze mustergültig. Aus 16 Metern schob Ünal den Ball an Gutkowski vorbei ins Torwarteck (57.). Das Sonderlob seines Trainers hatte er damit sicher: „Hüseyin ist heute weite Wege gegangen und hat sich aufgerieben. Sein 3:1 kam zum richtigen Zeitpunkt und war immens wichtig für uns.“

In der 89. Minute hätte Schonnebeck dann noch weiter erhöhen können, doch das schöne Zusammenspiel der eingewechselten Volkan Yerek und Stephan Jasberg führte nicht zum vierten Treffer der Heimmannschaft. Hombergs Keeper bekam die Beine rechtzeitig zusammen, sodass er Jasbergs Versuch, ihn zu tunneln, misslang.

„Homberg war der erwartet starke Gegner. Dem wollten wir mit unser Aggressivität den Schneid abkaufen und ihnen die Lust nehmen Fußball  zu spielen. Das ist uns über weite Strecken gelungen, sodass wir das Spiel verdient gewonnen haben“, blickte Schonnebeck-Trainer Dirk Tönnies nach dem Spiel zufrieden über den Schetters Busch.

Währenddessen blieb Gästetrainer Stefan Janßen nur die faire Gratulation an seinen Kollegen: „Dirk, dir gratuliere ich gerne. Der Verein kann stolz darauf sein, was du in den Jahren hier bewegt hast. Du hast eine richtig gute Truppe zusammen mit zwei, drei Drecksäcken dabei. Das meine ich positiv, denn so Typen fehlen mir.“

Die Spielvereinigung festigt damit Tabellenplatz zwei und fährt am kommenden Sonntag mit einer großen Portion Selbstvertrauen an den Niederrhein. Dort wartet der wiedererstarkte SV Hönnepel-Niedermörmter, der im Winter auf seinen alten Kulttrainer Georg Mewes zurückgegriffen hat – mit Erfolg. Der Anstoß auf der Sportanlage an der Düffelsmühle erfolgt um 15 Uhr.

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SpVg Schonnebeck: Bley – Engelberg, von der Gathen, Bloch – Hoffmann, Barrera, Barra, Ketsatis – Rami (86. Yerek) – Ünal (90.+1 Schneider), Enger (67. Jasberg).

VfB Homberg: Gutkowski – Dusy, Welky, Schmitt, Manca – Kücükarslan – Cuhaci (46. Kalski), Dertwinkel, Bock (80. Santana) – Serdar (67. Schindler), Wibbe.

Schiedsrichter: Lars Aarts.

Tore: 1:0 Bloch (13.), 2:0 Ketsatis (31.), 2:1 Manca (56.), 3:1 Ünal (57.).

Zuschauer: 366.