#SVSSCK 4:0 (1:0) – Tatort Schetters Busch

Die Spielvereinigung Schonnebeck hat das Heimspiel gegen den SC Kapellen-Erft mit 4:0 (1:0) gewonnen. Durch den gleichzeitigen Spielausfall des KFC Uerdingen beim VfB Hilden hat die Truppe von Dirk Tönnies ohne Nebengeräusche die Tabellenführung übernommen.

Tatort: Schetters Busch. Wir rekonstruieren den Fall: In den ersten 15 Minuten war von Schonnebecker Seite noch alles unnauffällig ruhig. Auch die 275 Zeugen der Tat konnten in der Befragung wenige Angaben zu Angriffen auf das Gehäuse von Christopher Möllering, dem Schlussmann des SCK, machen. Es waren zunächst die Gäste, die die besseren Waffen hatten. Vor allem die Kopfballchance von Andrej Hildenberg hätte den Schonnebeckern schon früh einen Schlag ins Gesicht verpassen können, wie auch „Kommissar“ Tönnies analysierte: „Wenn wir in den ersten zehn bis 15 Minuten das Gegentor kriegen, wird es sicherlich hinten raus nicht so einfach, wie wir unser Spiel dann später gestalten konnten.“

Die Spur zum ersten Treffer führte allerdings dann doch in den Strafraum der Gäste. Zeugen behaupten, dass der große Blonde mit der leuchtenden Binde am Arm das 1:0 markiert hat (20.). Die Beschreibung trifft auf den stadtbekannten Übeltäter Matthias Bloch zu. Seine Komplizen Kevin Barra und Damian Bartsch haben es eher auf die Querlatte abgesehen, sodass es zur Pause beim 1:0 blieb.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit schreckte dann auch der letzte Schonnebecker auf und schrie: „Er hat wieder zugeschlagen!“ Damit war Scharfschütze Marc Enger gemeint, der in der 52. Minute mit seinem achten Saisontreffer das 2:0 markierte. Und weil grad alle im Krimifieber waren, schlug die berüchtigte „Schwalben-Bande“ mit dem 3:0 (71.) und dem 4:0 (85.) gleich doppelt. Allerdings fiel es dem Leiter der Ermittlungen, Stadionsprecher Dominik Buers, leicht, die Täter zu ermitteln. Er erkannte sowohl die Handschrift von Kai von der Gathen (Indiz: kopfballstark), als auch die von Soufian Rami (Indiz: schlitzohrig).

Nach dem Spiel äußerte sich Gäste-Trainer Antonio Molina sehr kritisch zum Auftritt seiner Elf: „Wenn man gegen so einen starken Gegner spielt, muss man seine Chancen einfach nutzen. Das haben wir in der Anfangsphase leider nicht gemacht. In der zweiten Halbzeit war es dann ein Klassenunterschied, besonders in den 1-gegen-1-Situationen. Und so hat sich Schonnebeck den Sieg hochverdient erspielt.“

Deutlich zufriedener dagegen war „Kommissar“ Tönnies. Für ihn war der Sieg seiner Mannschaft und die Eroberung der Tabellenführung buchstäblich das obligatorische Happy End dieses kurzweiligen Krimi-Nachmittags: „Mir gehen langsam die Superlative für meine Truppe aus, weil sie einfach immer wieder alles toppt, was wir uns vornehmen. Der Verein kann riesig stolz sein auf diese Mannschaft. Es macht ganz einfach Spaß dieser Truppe zuzuschauen, wenn man bedenkt, die Jungs haben am Mittwoch bei Rot-Weiss Essen noch 120 Minuten Vollgas gegeben. Sie haben es wieder geschafft, sich auf dieses Spiel zu konzentrieren und phänomenal aufzutreten.“

Um den Fall mit dem Code „SVSSCK“ endgültig zu lösen, muss man die letzte und entscheidende Frage beantworten, warum wir uns diesmal für einen Krimi-Bericht entschieden haben. Das hinweisgebende Indiz liegt im Schlusssatz unseres Kommi… ähm… Trainers, denn der hatte einen überragenden Vorschlag für alle, die es mit der Spielvereinigung halten: „Wir sollten am Abend einfach mal den Videotext mit der Tabelle stehen lassen und nicht unbedingt den Tatort gucken.“

Damit wäre der Fall gelöst. Wir halten uns gerne daran und beenden das Krimi-Gerede, sowie die Hinrunde ganz offiziell. Stattdessen konzentrieren wir uns nun auf die kommende Aufgabe, denn da gastiert der Cronenberger SC zum ersten Rückspiel der Spielzeit am Schetters Busch. Das Hinspiel endete 2:1 für unsere Jungs beim Aufsteiger. Zuletzt haben die Wuppertaler ein 1:1-Unentschieden beim ETB Schwarz-Weiß Essen geholt.

Die Video-Highlights zum Spiel gegen den SC Kapellen-Erft findet ihr hier: Hier klicken

SpVg Schonnebeck: Bley – Hoffmann, von der Gathen, Bloch, Ketsatis (82. Busch) – Denker, Heppke – Reimann (71. Barrera), Bartsch, Barra (79. Rami) – Enger.

SC Kapellen-Erft: Möllering – Koch, Rubink, Dygacz, Ioannidis – Taher (46. Demir), Leufgen – Wilschrey (56. Czempik), Ingmann, Yücel (65. Ayan) – Hildenberg.

Schiedsrichter: Sebastian Lattberg.

Tore: 1:0 Bloch (20.), 2:0 Enger (52.), 3:0 von der Gathen (71.), 4:0 Rami (85.).

Zuschauer: 275.