#Niederrheinpokal: Vereinsgeschichte nach 4:0-Erfolg über Meerbusch

Die Spielvereinigung Schonnebeck ist im Niederrheinpokal eine Runde weiter. Vor 295 Zuschauern besiegte die Mannschaft von Dirk Tönnies den in der Oberliga an letzter Stelle gelegenen TSV Meerbusch mit 4:0 (0:0) und schreibt damit Vereinsgeschichte, denn noch nie in der 106-jährigen Klubhistorie standen die Grün-Weißen in der Runde der letzten acht.

Dabei standen die Vorzeichen vor der Partie gar nicht so gut. Immerhin musste Tönnies unter der Woche die Botschaft verkraften, dass Abwehrchef Kai von der Gathen bis auf Weiteres mit einem Kreuzbandriss ausfällt. Außerdem stellte sich vor der Begegnung heraus, dass ein Einsatz für Mittelfeldmann Kevin Barra nach seiner Sprunggelenkverletzung noch zu früh käme.

Aber die Schwalbenträger traten mit breiter Brust an, denn die Mannschaft hatte das intern formulierte Ziel mit der Vereinsgeschichte fest im Visier. Doch alles, was sich beide Teams vor dem Aufeinandertreffen vorgenommen haben, war mit Ablauf der siebten Spielminute für die Tonne, denn da rauschten Sebastian Hoffmann und Meerbuschs Christoph Caspari mit den Köpfen zusammen – während Hoffmann mit einer geklebten Platzwunde davon kam, muss sich der Ex-Oberhausener Caspari nun mit einer gebrochenen Nase rumschlagen. Für die Trainer war die Grundtaktik über den Jordan: je ein Wechsel nach weniger als zehn gespielten Minuten.

Dennoch entwickelte sich ein temporeiches und kämpferisches Spiel, in dem auch die Gäste aus Meerbusch 70 Minuten stark mithielten und in der 44. Minute durch Brian Günther sogar in Führung hätten gehen müssen. Frei vor Marcel Dietz schob der Angreifer den Ball aber nur am Kasten vorbei. Ansonsten war die erste Hälfte arm an Torraumszenen, von denen der Schuss, den Thomas Denker nach Ablage von Soufian Rami gut zwei Meter am Gehäuse vorbeisetzte, noch zu den Highlights zu zählen war (28.).

Nach der Pause kamen die Gastgeber besser ins Spiel und gingen durch Denker in der 61. Minute mit 1:0 in Führung. „Das war der Dosenöffner“, analysierte Tönnies nach dem Spiel passend, denn dem TSV gingen im Anschluss zusehend die Kräfte aus, sodass die Schwalben durch einen Doppelpack von Marc Enger (77./82.) und Georgios Ketsatis (90.) das Spiel mit 4:0 für sich entscheiden konnten.

„Wir haben am Anfang gut mitgehalten, sind nach dem ersten Gegentor dann allerdings eingebrochen. Dann sah man auch einen Qualitätsunterschied“, befand Gästetrainer Robert Palikuca und schob nach: „Danach waren wir kopflos und orientierungslos unterwegs. Nun wissen wir aber, was wir noch zu tun haben.“

SpVg Schonnebeck: Dietz – Hoffmann (7. Patelschick), Engelberg, Bloch, Ketsatis – Denker, Heppke – Reimann (36. Barrera), Bartsch (74. Busch), Rami – Enger.

TSV Meerbusch: Kaltak – Kapuscinski, Galster, Amoako, Caspari (7. Washington) – Drees, Knetsch – Istrefi (57. Dohmen), Dauser, Sezen – Günther (66. Schmidt).

Schiedsrichter: Benedikt Lechtenberg.

Tore: 1:0 Denker (61.), 2:0 Enger (77.), 3:0 Enger (82.), 4:0 Ketsatis (90.).

Zuschauer: 295.