10 Fragen an… SVS-Präsident Tobias Tenberken

Das bevorstehende Lokalderby im Niederrheinpokal-Viertelfinale elektrisiert ganz Essen. Die Faszination macht auch vor den 1. Vorsitzenden beider Klubs nicht Halt. Wir unterhielten uns mit beiden Präsidenten und stellten ihnen jeweils zehn Fragen rund um das Duell Rot-Weiss Essen gegen Spielvereinigung Schonnebeck. Tobias Tenberken macht als Gast an der Hafenstraße den Anfang.

Hallo Tobias. Noch gut 48 Stunden bis unsere Spielvereinigung im Stadion Essen zum Viertelfinale im Niederrheinpokal gegen unserer Nachbarn RWE auflaufen wird. Wie groß ist bei Dir die Vorfreude auf dieses Ereignis?
Die Vorfreude auf dieses Spiel ist riesig. Es ist definitiv das Spiel des Jahres.

Bist du unglücklich, dass das Pokalspiel im Stadion Essen und nicht am heimischen Schetters Busch ausgetragen wird?
Jein. Einerseits wären unsere Chancen auf heimischen Kunstrasen natürlich besser gewesen, anderseits freut sich der ganze Verein auf das Event an der Hafenstraße. Wir werden diesen Abend, unabhängig vom Ergebnis sehr sicher genießen.

Für die SpVg ist es wohl das Spiel des Jahres. Mit welcher Zuschauerresonanz rechnest Du?
Da habe ich keine Erfahrungswerte. Fast 1000 verkauft Karten alleine in Schonnebeck lassen auf eine Kulisse von 4000-5000 Zuschauern hoffen.

Die Auslosung des Viertelfinales hat ziemlichen Unmut bei den sogenannten „kleinen“ Vereinen ausgelöst. Wie stehst Du zu dieser Art und Weise der Auslosung?
Unglücklich ist es immer, wenn im Vorfeld das Losverfahren nicht feststeht. Der DFB mit seinen Funktionären steht immer wieder in der Kritik. Solche Aktionen tragen nicht zu Vertrauen bei. Da kommt es einem schon so vor, dass die kleinen Vereine vom Finale ferngehalten werden sollen. MSV Duisburg gegen Rot Weiss Essen ist attraktiver als Spielvereinigung Schonnebeck gegen Düsseldorf West.

Wie war Deine erste Reaktion auf das Los „Rot-Weiss Essen“?
Ich habe mich super darüber gefreut. Für uns war es aufgrund des Stadtderbys das attraktivste Los.

Wurden Spiele von RWE von unserer sportlichen Leitung beobachtet und wenn ja, was hat man Dir über die „Roten“ berichtet?
Da wir jeden Gegner beobachten, haben wir das mit RWE natürlich auch getan. Wie man die harte Nuss RWE knacken will, darüber habe ich aber mit dem Trainer nicht gesprochen.

Trifft man Dich denn auch ab und zu im Stadion Essen zu Spielen von RWE?
Im alten Georg Melches Stadion hatte ich jahrelang eine Dauerkarte und haben den RWE bei Heim und Auswärtsspielen unterstützt. Mittlerweile bin ich nur noch sehr selten im Stadion Essen, das Ehrenamt bei der Spielvereinigung lässt das selten zu.

Wir haben zuletzt am Sonntag im Spitzenspiel beim bisherigen Tabellenzweiten der Oberliga SSVg Velbert mit 1:0 gewonnen. Das war ein Kraftakt. RWE bereits am Freitag gegen SC Wiedenbrück gespielt. Ist das ein Vorteil für RWE?
Regeneration ist im Fußball immer ein Thema. Ich denke aber, dass Trainer Dirk Tönnies dies in den Griff bekommt. Wenn die Jungs dann vor großer Kulisse an der Hafenstraße auflaufen, sollten schwere Beine auch kein Thema mehr sein.

Wird der Halbfinalist im Niederrheinpokal 2016/2017 nach 90 Minuten feststehen?
(grinst) Ich habe natürlich die grün weiße Brille auf und sehe 1000 Schonnebecker nach 90 Minuten feiernd auf der Tribüne. Realistisch ist RWE klarer Favorit und ich hoffe, dass es bis zum Ende spannend bleibt.

Wie beurteilst Du die Entwicklung unseres Vereins bzw. unserer Oberligamannschaft und ist Schonnebeck schon reif für die Regionalliga?
Die Entwicklung ist riesig. Die Mannschaft spielt attraktiven Fußball. Der Stadtteil ist stolz auf seine Schwalbenträger. Dennoch ist es unsere vornehmliches Aufgabe den Verein in der Oberliga zu etablieren. Die Regionalliga ist dann schon eine andere Herausforderung. Da kann man selten am heimischen Schetters Busch spielen. Sollte es so kommen, werden wir an dieser Aufgabe wachsen. Da mache ich mir wenig bis keine Sorgen.

Vielen Dank für dieses Gespräch und auf einen packenden und spannenden Pokalfight im Stadion Essen.