Der nächste Gegner: Rot-Weiss Essen

Drei Tage nach dem Spitzenspiel in der Meisterschaft, geht es am MI, 30. November 2016 um 19:30 Uhr im Viertelfinale des Niederrheinpokals schon weiter für die Jungs vom Schetters Busch. Gegner im Stadion Essen (Hafenstraße 97a, 45356 Essen) ist kein Geringerer als der Regionalligist Rot-Weiss Essen.

Da der Schetters Busch auf eine Kapazität von 2000 Zuschauern begrenzt ist, und um möglichst vielen Essener Fußballfans den Besuch zu diesem Stadtderby zu ermöglichen, einigten sich die Verantwortlichen um Tobias Tenberken und Prof. Dr. Michael Welling darauf, das Viertelfinale an der Hafenstraße auszutragen.

Über Rot-Weiss Essen muss man den Bürgern der Stadt nicht viel erzählen. Der Traditionsverein aus dem Essener Norden wurde am 1. Februar 1907 in Essen-Vogelheim zunächst unter dem Namen „Sportverein Vogelheim“ durch eine Fusion der Vereine „SC Preußen“ und „Deutsche Eiche“ gegründet. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Name von SV Vogelheim in „Spiel und Sport 1912“ geändert, bevor 1923 der Verein mit dem Turnerbund Bergeborbeck fusionierte und von nun an unter dem Namen Rot-Weiss Essen auftrat; seither wird der Verein z. B. von Journalisten auch immer wieder als „die Bergeborbecker“ umschrieben. 1938 konnte sich RWE für die Gauliga Niederrhein qualifizieren und gehörte bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs 1939 zum Kreis der erfolgreichsten Mannschaften dieser Liga. Die Qualifikation für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft wurde in diesen Jahren jedoch mehrfach knapp verpasst (1939 und 1940 als Dritter, 1941 als Zweiter der Gauliga Niederrhein). In der Saison 1943/44 wurde eine Kriegsspielgemeinschaft (KSG) mit dem BV Altenessen gebildet, die 1944 um die Ballfreunde Borbeck zur KSG RWE/BV 06 Essen erweitert wurde.

Die Schreibweise des Wortes „Weiss“ ist wegen der Doppelkonsonanten „ss“ an Stelle von „ß“ sowohl nach den Regeln der alten als auch der neuen Rechtschreibung nicht korrekt. Gleichwohl verwendet der Verein im offiziellen Schriftverkehr und in der Außendarstellung die Schreibweise „Rot-Weiss Essen“, da der Verein mit diese Schreibweise auch im Vereinsregister eingetragen ist.

Die größten Erfolge feierte der Verein in den 1950er Jahren. 1953 gewann RWE gegen Alemannia Aachen den DFB-Pokal. Zwei Jahre später, am 26. Juni 1955, wurde Rot-Weiss Essen durch einen 4:3-Sieg über den 1. FC Kaiserslautern zum bisher einzigen Mal Deutscher Meister.

Essen war in der Saison 1955/56 im Europapokal der Landesmeister vertreten. Damit war RWE neben dem 1. FC Saarbrücken, der für das damals noch selbständige Saarland antrat, der erste deutsche Verein in diesem Wettbewerb. RWE schied jedoch gleich in der ersten Runde mit 0:4 und 1:1 gegen den schottischen Meister Hibernian Edinburgh aus. 1994 erreichte der Verein das DFB-Pokalfinale in Berlin gegen Werder Bremen.

Den Niederrheinpokal holte der RWE in den Jahren 1993, 1995, 2002, 2004, 2008, 2011, 2012, 2015 und 2016 an die Hafenstraße und zog so in die 1. Hauptrunde des DFB-Pokal ein.

Zugelost wurden dem RWE in dieser Pokal-Spielzeit:
1. Runde: TuS Grevenbroich (Bezirksliga) : RWE 0:9
2. Runde: DJK Twisteden (Kreisliga) : RWE 0:5
Achtelfinale: RWE : SF Baumberg (Oberliga) 4:0

Im laufenden Wettbewerb konnten sich bisher in die Torjägerliste eintragen:
Vojno Jesic (3 Tore)
Kasim Rabihic (3)
Benjamin Baier (2)
Andreas Ivan (2)
Marcel Platzek (2)
Kamil Bednarski (1)