4:1-Sieg gegen TuRU Düsseldorf – Schonnebeck zurück an der Spitze

Die Spielvereinigung Schonnebeck hat durch einen 4:1 (0:0)-Heimsieg gegen die TuRU aus Düsseldorf die Tabellenspitze zurückerobert. Nachdem der Konkurrent SV Straelen bereits am Vortag mit 4:3 die Sportfreunde Baumberg besiegte, waren die Tönnies-Schützlinge unter Zugzwang, meisterten dies aber bravourös.

Die Partie gegen die abstiegsbedrohten Landeshauptstädter begann furios. Bereits nach 80 Sekunden hatte Schwalben-Kapitän Marc Enger das 1:0 auf dem Fuß. Sein Versuch verfehlte das Tor zum Leidwesen der bereits jubelnden Fans um Millimeter. In der Folge kamen die Gäste besser ins Spiel und stellten die Spielvereinigung vor einige Aufgaben. Binnen zwei Minuten musste Schonnebecks Schlussmann Marcel Grote gleich zweimal auf der Linie entschärfen (31./32.). Weitere nennenswerte Chancen wollten dann vor der Pause auf beiden Seiten nicht mehr herausspringen, sodass es beim torlosen Unentschieden blieb.

Nach dem Seitenwechsel sahen die 288 Zuschauer ein anderes Bild. Die Spielvereinigung kam mit mehr Zug zum Tor aus der Kabine und überzeugte mit klareren Aktionen im Mittelfeld. Nach einer schönen Kombination landete der Ball bei Kevin Barra (55.), der aus 17 Metern den Ball flach in die lange Ecke drosch und seine Farben mit 1:0 in Führung brachte. Nur sechs Minuten später zeigte der Unparteiische Robin Delfs nach Foul an Dominik Enz auf den Strafstoßpunkt. Georgios Ketsatis verwandelte den fälligen Foulelfmeter zum 2:0, eher er nur drei Zeigerumdrehungen später erneut die Chance vom Punkt bekam und auf 3:0 erhöhte. Zuvor wurde Marius Müller unsanft im Strafraum gebremst.

Schonnebeck hatte die Partie nun vollkommen im Griff und ließ keine Zweifel aufkommen, die Punkte noch einmal abzugeben. Nach 78 gespielten Minuten setzte der bärenstarke Timo Patelschick zum Sprint über gut 70 Meter an und bediente den freistehenden Damian Bartsch, der Gästekeeper Pierre Mendes da Costa auf dem falschen Fuß erwischte und den Ball ins kurze Eck schob. Für den Vorbereiter hatte Tönnies nach dem Spiel nur lobende Worte übrig: „Timo macht das seit Wochen richtig gut. Auch gegen Düsseldorf hat er wieder bewiesen, dass er zu einem unglaublichen Antitt

Mit dem sicheren 4:0 im Rücken ließen die Schwalben die Gäste nur noch zu zwei Schüssen aufs eigene Tor kommen. Einer landete am linken Pfosten, der andere als Abpraller vom selbigen im Schonnebecker Gehäuse. Christopher Krämer (81.) nutzte die Möglichkeit des leeren Tores, nachdem Grote zuvor bereits vom ehemaligen Schonnebecker Jonas Schneider geschlagen war, um den Endstand von 4:1 herzustellen.

„Ich bin unglaublich stolz auf meine Truppe“, begann Dirk Tönnies seinen Kommentar zum Spiel. „Wenn man sieht, wie sie im Laufe des Spiels noch nachgelegt haben, das war schon stark! Diese Mannschaft ist noch zu einigem fähig.“

Das attestierte auch Gäste-Trainer Samir Sisic: „Wir sind auf eine Spitzenmannschaft getroffen, die als echte Einheit aufgetreten ist. Ich wünsche der Spielvereinigung Schonnebeck, dass die Truppe die nächsten Aufgaben auch meistert.“

Und am Ende gab es doch nur strahlende Gesichter: Die Spielvereinigung steht zwei Spieltage vor dem Saisonende erneut auf dem Platz an der Sonne. Die Gäste aus Düsseldorf profitieren von der gleichzeitigen 1:5-Pleite des VfR Krefeld-Fischeln und können dennoch den Klassenerhalt bejubeln.

Nach dem spielfreien Pfingstwochenende geht es weiter mit dem Gastspiel beim VfB Homberg, der sich parallel mit 3:3 vom VfB Speldorf trennte und mit sechs Punkten Rückstand nur noch theoretische Chancen auf den Aufstieg hat. Der Anstoß erfolgt am Sonntag, 27. Mai, um 15 Uhr im PCC-Stadion. Zu diesem Spiel wird sicher ganz Schonnebeck auf den Beinen sein. Die Spielvereinigung ist bemüht, die Anreise mit Bussen zu erleichtern. Weitere Infos hierzu folgen in Kürze.

SpVg Schonnebeck: Grote – Patelschick, Engelberg (31. Gutkowski), Ketsatis, Abrosimov – Bartsch, Denker – Enz (81. Möller), Barra (76. Barra), Müller – Enger.

TuRU Düsseldorf: Mendes da Costa – Matten, Fahrian, Hotic, Wolf (83. Ozan) – Reitz, Kanschick (61. Abel) – Schneider, Ayas, Ferati – Przybylko (73. Krämer).

Schiedsrichter: Robin Delfs.

Tore: 1:0 Barra (55.), 2:0 Ketsatis (61., Foulelfmeter), 3:0 Ketsatis (64., Foulelfmeter), 4:0 Bartsch (78.), 4:1 Krämer (81.).

Zuschauer: 288.