#TRUSVS 2:1 – Klassenerhalt trotz Niederlage

Die Spielvereinigung Schonnebeck hat zwar das Auswärtsspiel bei TuRu Düsseldorf mit 1:2 (1:2) verloren. Dennoch kann sie nach dem Verlauf des 31. Spieltags nun auch rein rechnerisch nicht mehr absteigen.

Vor den 70 Zuschauern (Negativrekord für die Düsseldorfer TuRu!) lief es für die Grün-Weißen in der Landeshauptstadt anfangs gar nicht so schlecht. Defensiv sorgte der wiedergenesene Kai von der Gathen für die nötige Ruhe. Weiter vorne sorgten seine Teamkollegen dafür, dass der Ball weitgehend im Besitz der Essener war. So kam es auch nicht von ungefähr, dass die Spielvereinigung durch einen Strafstoß in Führung ging. Georgios Ketsatis, der vor dem Spiel durch seine angesammelten 19 Gelben Karten für Schlagzeilen sorgte (die 20. und damit verbundene einwöchige Sperre hat er in Düsseldorf übrigens nicht gezogen), übernahm die Verantwortung und wuchtete den Elfmeter unhaltbar für TuRu-Schlussmann Bjoern Nowicki in die Maschen (33.).

„Bis dahin ist eigentlich alles aufgegangen. Aber dann machen wir wieder doofe individuelle Fehler. Das verfolgt uns die ganze Rückrunde“, ärgerte sich Tönnies und spricht auf die Mängel vor den spielentscheidenden Treffern für die Oberbilker an. Vor dem 1:1 durch Philip Lehnert (40.) ging der Ball in der Vorwärtsbewegung verloren, beim 2:1 durch Satoru Kashiwase (45.) wurde nicht mit dem letzten Willen geklärt. Tönnies, der im zweiten Durchgang zwar den Willen seiner Mannschaft, aber keine nennenswerte Chance mehr sah: „Dafür hat TuRu zu viel Qualität. Das lassen sie sich nehmen.“

Vielleicht zeigt die Mannschaft ja in den kommenden Spielen noch einmal, was sie in der Hinrunde ausgezeichnet hat: Spaß, Unbekümmertheit und kein Leistungsdruck dürften nun wieder Einzug erhalten, denn „der Klassenerhalt ist uns jetzt auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen“, freut sich der Trainer trotz der Niederlage an der Feuerbachstraße aufgrund des späten 1:1-Ausgleichstreffers des Wuppertaler SV beim MSV Duisburg II und fragt folgerichtig: „Wer hätte vor der Spielzeit gedacht, dass wir als Aufsteiger den Klassenerhalt schaffen? Wir dürfen auch in der nächsten Saison wieder Oberliga spielen. Das ist für unsere kleine Spielvereinigung und den gesamten Stadtteil eine richtig tolle Sache.“

TuRu Düsseldorf hat die Spielvereinigung zwar wieder überholt und steht punktgleich mit dem TV Jahn Hiesfeld auf Rang vier, aber die Spielvereinigung Schonnebeck bleibt in Lauerstellung. Nach dem spielfreien Pfingstwochenende geht es für die Tönnies-Truppe weiter mit einem Heimspiel gegen den VfB 03 Hilden. Die Partie wird am Sonntag, 22. Mai, um 15 Uhr am Schetters Busch angepfiffen. Dort wird Tönnies mit Timo Patelschick einen langzeitverletzten Spieler wieder im Kader begrüßen können. Ebefalls dürfte dann Jordi Barrera, der in Düsseldorf zwar zum Aufgebot gehörte, aber ohne Einsatz blieb, wieder eine vollständige Alternative sein. Auch die gripal angeschlagenen Arian Reimann und Kaan Akkus dürften dann wieder bei Kräften sein, sodass Tönnies bis auf Soufian Rami (Leisten-OP) nahezu wieder aus dem Vollen schöpfen kann.

TuRu Düsseldorf: Nowicki – Ozan, Dertwinkel (71. Imeri), Pjetrovic, Lehnert, Kashiwase, Ivosevic, Intven, Wolf, Nadidai, Ferati (81. Norf).

SpVg Schonnebeck: Bley – Dluhosch (61. Öz), von der Gathen, Bloch – Bußmann, Barra, Akkus, Ketsatis – Jasberg – Schlomm (78. Kirchmayer), Ünal (86. Rademacher).

Schiedsrichter: Christian Szewczyk.

Tore: 0:1 Ketsatis (33., Foulelfmeter), 1:1 Lehnert (40.), 2:1 Kashiwase (45.).

Zuschauer: 70.