#SVSTVJH 1:2 – Frühe Führung half nicht

Die Spielvereinigung Schonnebeck hat das Heimspiel gegen den TV Jahn Hiesfeld trotz 1:0-Führung mit 1:2 (1:2) verloren.

Dabei hatten sich die Spieler der Spielvereinigung vorgenommen, die 1:3-Pleite vom Auswärtsspiel in Bocholt vergessen zu machen und endlich wieder an die Tugenden aus dem 1:0-Heimerfolg gegen den KFC Uerdingen anzuknüpfen. Und das sah man auch auf dem Platz. Die Mannschaft von Dirk Tönnies, der verletzungsbedingt auf Soufian Rami (Leistenbruch) verzichten, und kurz vor dem Spiel einen Wechsel auf der Torwartposition vornehmen musste, stellte die Weichen früh auf Sieg. Berkay Öz umkurvte Hiesfelds Schlussmann Kevin Hillebrand bereits nach drei Minuten und vollstreckte zum 1:0.

In der Folge waren Chancen da, den Sack zuzumachen. „Aber wir hatten auch einige Aussetzer im Spielaufbau“, analysierte Tönnies, der sah, dass so der Gast aus Dinslaken im Spiel gehalten wurde. Und die Veilchen bedankten sich mit dem 1:1-Ausgleich durch Damiano Schirru (38.). Justin Lafelder, der für André Bley zwischen den Pfosten stand, weil er beim Aufwärmen einen Ball vor den Kopf bekommen hatte, war in dieser Szene machtlos.

In der nächsten Szene war er dann allerdings einer der Hauptakteure, denn als Hiesfelds Kevin Menke nach einer Unordnung in der Schonnebecker Hintermannschaft in den Strafraum eindrang, stellte der Schlussmann sich ihm in den Weg. Beim Versuch, den Ball vom Fuß zu spitzeln, traf Lafelder Menke mit der Hand am Fuß (39.). Die Folge „Elfmeter“ war klar. Unklarer war dagegen die Rote Karte durch den Unparteiischen René Katernberg, denn Menke lief in der Szene nicht auf das Tor, sondern tendenziell mehr in Richtung Eckfahne, sodass die klare Torchance, die Voraussetzung für den Feldverweis unter der Rubrik „Notbremse“ nicht gegeben war, zumal noch zwei Verteidiger in Lafelders Rücken die Torlinie besetzten.

Doch der Schiedsrichter hat entschieden. Also musste doch der angeschlagene Bley mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung ins Tor. Da er mit seiner Einwechslung nicht gerechnet hat, dauerte es handgestoppte vier Minuten bis der Strafstoß in der 43. Minute ausgeführt werden konnte. Trotz der körperlichen Einschränkung parierte Bley den Strafstoß von Joel Zwikirsch. Gegen den anschließenden Nachschuss von Adrian Rakowski war er dann ohne Chance (44.).

Und dann war auch schon Pause. Pünktlich mit dem Zeiger auf der 45. Umdrehung pfiff der Referee zum Pausentee. Doch die Verwunderung darüber war groß. Ein, zwei Verletzungsunterbrechungen und der unfreiwillig lang gezogene Torwartwechsel, den das Schiedsrichterteam selbst im Spielbericht auf die 40. Minute datierte, den Treffer, der unmittelbar nach der Spielfortsetzung erzielt wurde dann aber auf die 44. legte, waren kein Anlass für Katernberg, auch nur eine Minute nachspielen zu lassen. Das sorgte unter anderem auch beim Mannschaftsbetreuer der Hiesfelder für Verwunderung.

Wie dem auch sei. Die Spieler in grün-weiß wussten, dass sie die Ärmel hochkrämpeln mussten um sich gegen die achte Niederlage zu stemmen. Und die Einstellung stimmte. Mit sehr viel Engagement begegneten die Schonnebecker den Hiesfeldern auf dem Kunstrasen. Angetrieben von sehr viel Wut im Bauch erspielten sich die Schonnebecker Chance um Chance. Doch das Runde wollte – bis auf einer vermeintlichen Abseitsstellung durch Georgios Ketsatis (68.) – nicht mehr ins Eckige, sodass es am Ende beim 1:2 blieb.

„Im Prinzip kann ich meiner Mannschaft kaum Vorwürfe machen“, sagte Tönnies nach dem Abpiff. „Sicherlich hatte der Schiedsrichter nicht den glücklichsten Tag erwischt, aber das dürfen wir nicht aus Ausrede geltend machen. Chancen waren da. Die haben wir nicht genutzt. Das ist aber auch das Einzige, was wir uns ankreiden müssen. Ansonsten war das über weite Strecken eine sehr engagierte Vorstellung. Die Jungs sind enttäuscht. Aber sie haben sich bereits auf dem Platz auf das Sonntagsspiel eingeschworen. Da wollen sie endlich wieder ein positives Ergebnis erzielen.“

Und da kommen die Nachwuchszebras vom MSV Duisburg an den Schetters Busch. Angepfiffen wird die Partie gegen die zweite Mannschaft des Traditionsvereins um 15 Uhr.

SpVg Schonnebeck: Lafelder – Dluhosch, Rademacher (80. Cinar), Bloch, Ketsatis – Kirchmayer, Barra, Jasberg (43. Bley), Akkus – Öz (66. Ünal), Reimann.

TV Jahn Hiesfeld: Hillebrand – Kolberg, Polk, Corvers, Wichert – Goralski, Schirru (90. Slowinski), Mastrolonardo, Rakowski (68. Biegierz) – Menke, Zwikirsch (83. Kratzer).

Schiedsrichter: René Katernberg.

Tore: 1:0 Öz (3.), 1:1 Schirru (38.), 1:2 Rakowski (44.).

Zuschauer: 213.

Rote Karte: Lafelder (38., Notbremse).

Bes. Vork.: Bley (Schonnebeck) hält Strafstoß von Zwikirsch (44.).