#SVSCSC 3:1 (2:1) – Bleys Rote Karte trübt die Freude über die Tabellenspitze

Das letzte Heimspiel im Jahr 2016 hat die Spielvereinigung Schonnebeck auch gewonnen. Mit 3:1 (2:1) bezwang die Tönnies-Elf den Aufsteiger Cronenberger SC. Das Bild des Tages jedoch lieferte SVS-Schlussmann André Bley unfreiwillig, nachdem er mit der Roten Karte bedacht wurde.

Die Partie begann mit einer etwa 30-minütigen Verspätung. Grund dafür war eine Verletzung im vorangegangenen A-Jugendspiel, bei der ein Rettungswagen auf dem Spielfeld zum Einsatz kam. Dann aber sahen die 229 Zuschauer am Schetters Busch zunächst eine stark aufspielende Heimmannschaft, die völlig verdient nach 18 Minuten durch Thomas Denker mit 1:0 in Führung ging.

Alles sah danach aus, als würde der Tabellenführer den Oberliga-Rückkehrer deutlich in die Schranken weisen, denn von den Wuppertalern war bis dahin nichts zu sehen. Aber dann: als Schonnebecks Torwart André Bley die erste Flanke abfangen wollte, ließ den Ball unter Bedrängnis fallen und faustete ihn im Nachsetzen vor Marvin Mühlhause an der rechten Strafraumkante in Richtung Außenlinie. Dabei kam Cronenbergs Angreifer zu Fall (28.).

Schiedsrichter Thomas Dickmann, der an diesem Tag zum Leidwesen beider Teams nicht ins Spiel fand, zeigte plötzlich und unerwartet auf den Punkt und verwies Bley zu allem Überfluss des Feldes. Der „Gefoulte“ verwandelte den Strafstoß zum Ausgleich gegen den eingewechselten Marcel Dietz, der sich davon aber nicht beirren ließ und eine starke Leistung ablieferte.

Trotz des Ausgleichs steckte der Tabellenführer nicht auf, drückte weiter und erzielte das 2:1 noch vor der Pause. Erneut war es Denker, der mit seinem achten Saisontreffer den Kurs seiner Farben wieder korrigierte (40.).

Etwa zehn Minuten vor Schluss machte der eingewechselte Georgios Ketsatis dann den Deckel drauf, doch die Suppe kochte noch ein wenig nach. Kein Wunder, denn die 90 Minuten waren sehr emotional.

Da von Cronenberg trotz Überzahl über die gesamte Spielzeit zu wenig kam, war Gästecoach Peter Radojewski enttäuscht von der Leistung seines Teams: „Wir haben eine Riesenchance verpasst, dem Tabellenführer ein Bein zu stellen. Ich hatte das Gefühl, dass die Spieler Angst hatten, die Initiative zu ergreifen.“

SVS-Cheftrainer Dirk Tönnies war zu Recht „stolz auf die Leistung meiner Mannschaft in Unterzahl“, auch wenn er mit einigen Entscheidungen des Schiedsrichters nicht einverstanden war. „Trotz des Sieges ist es eine Katastrophe, dass ein Schiedsrichter so einen Einfluss auf das Spiel nimmt“, zeigt der Essener auf. Unterstützung gibt es von Pressesprecher Thorsten Sterna: „Wenn er Elfmeter gibt, sagen wir noch ‚okay‘, aber sogar Cronenbergs Zehner, Florim Zeciri, kam zu unserer Bank und bestätigte, dass das kein Elfmeter war, wie ihm Mühlhause mitteilte. Auf mein Bitten, genau das dem Schiedsrichter vor der Elfmeterausführung mitzuteilen, winkte dieser nur ab mit den Worten ‚Ich geh doch jetzt nicht zum Schiedsrichter und sag ihm das!‘ Schade, dass die Geschehnisse von Leipzig so schnell Schule machen. Aber da hat man gesehen und anscheinend schnell gelernt, dass man mit Dreistigkeit immer noch weiterkommt, als mit Fair Play. Cronenberg hätte in dieser einen Situation richtig punkten können. Die Chance haben sie leider vertan.“

Wie dem auch sei. Die Spielvereinigung bleibt mit einem Spiel Vorsprung Tabellenführer der Oberliga Niederrhein vor dem KFC Uerdingen. Der Cronenberger SC ist nach der Niederlage auf den ersten Abstiegsplatz abgerutscht.

Für die Schonnebecker geht es am kommenden Freitag (16. Dezember) bei Ratingen 04/19 weiter. Der Anstoß zum letzten Pflichtspiel im Kalenderjahr 2016 erfolgt um 19:30 Uhr im Stadion Ratingen (Stadionring, 40878 Ratingen).

Die Video-Highlights zum Spiel gegen den Cronenberger SC findet ihr hier: Hier klicken

SpVg Schonnebeck: Bley – Patelschick, von der Gathen, Bloch, Busch – Denker (84. Barrera), Heppke – Rami (57. Ketsatis), Bartsch (30. Dietz), Barra – Enger.

Cronenberger SC: Langendorf – Pellizari (43. Leber), Schättler, Silva Ferreira, Kanschick – Elbl, Eisenbach (75. Müller) – Türkmen, Mühlhause, Zeciri – Öztürk (43. Perne).

Schiedsrichter: Thomas Dickmann.

Tore: 1:0 Denker (18.), 1:1 Mühlhause (32., Foulelfmeter), 2:1 Denker (40.), 3:1 Ketsatis (81.).

Zuschauer: 229.

Rote Karte: Bley (28., Foulspiel).