#SVSETB 2:2 (0:2) – Remis im Lokalderby

Thomas KufenUnter den Augen von Oberbürgermeister Thomas Kufen trennten sich die SpVg Schonnebeck und der ETB Schwarz-Weiß Essen mit 2:2 unentschieden. 

Die 679 Zuschauer am Schetters Busch sahen zwei grundverschiedene Halbzeiten. In der ersten Hälfte hatte der ETB das Heft in der Hand. Bereits nach acht Minuten klingelte es zum ersten Mal im Gehäuse von André Bley. Ein von der Mittellinie gesschlagener Freistoß, landete unbeachtet von der Schonnebecker Abwehr auf dem Fuß von Cedric Vennemann. Dieser ließ sich diese Chance nicht nehmen und verlängerte, den vom Oberbürgermeister gestifteten Spielball, in die lange Ecke zum 0:1. Die Tönnies-Elf kam nicht wirklich ins Spiel und konnte nur nach Standards etwas Gefahr ausstrahlen. Kai von der Gathen und Berkay Öz konnten, jeweils nach einem Freistoß von Soufian Rami, nicht genügend Druck hinter den Ball bekommen. Auch der Startelfdebütant Hüseyin Ünal hatte kein Glück beim Abschluss. Drei Minuen vor dem Pausentee schraubte Erkan Ari das Ergebnis für seine Farben dann noch in die Höhe. Nach einem Stellungsfehler stand der ETB- Spieler frei vor Bley und konnte diesen aus elf Metern überwinden. Schonnebeck war geschockt und Trainer Dirk Tönnies musste reagieren.

ETB Heimspiel
Georgios Ketsatis (am Ball) erzielte den Treffer zum 2:2-Endstand

Zwei Wechsel in der Halbzeitpause waren die Konsequenz. Arian Reimann und Emrah Cinar ersetzten Marcel Kirchmayer und Ünal. Dieser Doppelwechsel hätte sich in der 57. Minute fast schon ausgezahlt. Reimann spielte Cinar frei, doch Tobias Ritz im Kasten des ETB hatte noch ein Wörtchen mitzureden. In der 64. Minute tat er dies ebenfalls. Sein Bodenabschlag landete direkt auf dem Spann von Berkay Öz, der alleine auf Ritz zulaufen konnte und ihn in Manier eines Torjägers überwand. Der Anschluss war geschafft. Schonnebeck drückte nun auf den Ausgleich. Vier Minuten nach dem Anschluss erhallte schon wieder die Tormusik über den Schetters Busch: Öz stand allerdings im Abseits und wurde zurückgepfiffen. Weitere fünf Minuten später rissen die Grün-Weißen wieder die Hände in die Höhe. Denis Dluhosch köpfte Richtung Gästetor, wo ein Feldspieler auf, bzw. hinter der Linie klärte. Der Schiedsrichter erkannte auf kein Tor. Nur zwei Zeigerumdrehungen später war es Georgios Ketsatis, der denn Ball auf das Tor der Gäste brachte. Der Linienrichter zeigte zur Mittellinie und der Schiedsrichter entschied auf Tor.

Ein offener Schlagabtausch entwickelte sich. SVS-Keeper Bley hielt in der 82. Spielminute in höchster Not einen Schuss von Florian Machtemes aus halbrechter Position. Im Gegenzug konnte eine Traumkombination über Stephan Jasberg, Reimann, Öz und Cinar nicht den Weg ins Tor finden. Am Ende stand ein leistungsgerechtes Unentschieden. Gästetrainer Toni Molina war am Ende mit dem Punkt zufrieden, ärgerte sich allerdings darüber, dass seine Mannschaft das wohl vorentscheidende 0:3 verpasste. Tönnies lobte die taktische Einstellung der Gäste in der ersten Halbzeit, geizte aber auch nicht mit Lob für seine eigene Elf: „Meiner Mannschaft muss ich ein Kompliment machen, da sie im zweiten Durchgang alles rausgeholt hat. Ich glaube auch, dass wenn das Spiel noch fünf, sechs Minuten länger gegangen wäre, wir noch das 3:2 hätten machen können.“

Am kommenden Sonntag wartet auf die Spielvereinigung der nächste schwere Brocken. Die Reise geht zum Wuppertaler SV, wo es im Stadion am Zoo zum absoluten Spitzenspiel der Oberliga Niederrhein kommen wird.

SpVg: Bley – von der Gathen, Dluhosch, Bloch – Kirchmayer (46. Reimann), Ketsatis, Barra, Akkus (87. Jasberg) – Rami – Ünal (46. Cinar), Öz.

ETB: Ritz – Siepmann, Müller, Zeh, Stahl – Michalsky – Ari, Witt, Vennemann (67. Nguanguata), Machtemes (87. Ouro-Akpo) – Said (74. Kostikidis).

Tore: 0:1 Vennemann (9.), 0:2 Ari (45.+1), 1:2 Öz (64.), 2:2 Ketsatis (78.).

Schiedsrichter: Marcel Donath.

Zuschauer: 679.