#FCKSVS 2:2 (1:0) – Ein Derby ist ein Derby

Die Spielvereinigung Schonnebeck hat ihr erstes Stadtderby beim FC Kray noch versöhnlich beendet. Nachdem die Tönnies-Elf bis zur 70. Minute mit 0:2 im Hintertreffen lag, hieß es am Ende 2:2-Unentschieden.

Ein Derby ist ein Derby ist ein Derby. Die berühmteste Form aller Fußball-Duelle hat eben analog zum Pokal ihre eigenen Gesetze. So auch das Duell zwischen dem FCK und der SVS. Bevor es vor eines der beiden Tore ging, beschnupperten sich beide Teams und hielten sich vornehmlich im Mittelfeld auf. Erst in der 19. Minute gab es den ersten Aufreger, als Soufian Rami im Strafraum gelegt wurde. Doch der Pfiff des Unparteiischen Benjamin Keck blieb aus.

Die Gastgeber agierten zunächst mutiger, fanden allerdings vorerst keine Mittel gegen die groß gewachsene Schonnebecker Defensive. Das änderte sich in der 23. Minute, als sich Yves Busch und Arian Reimann nicht einig waren. Nutznießer Tolunay Serdar flankte hinter die Abwehrkette auf den Kopf von Edin Husic, der mit einer Bogenlampe gegen die Laufrichtung von André Bley einköpfte. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel bestrafte Maurice Tavio Schonnebecks Passivität mit dem 2:0 für den Tabellenvorletzten (47.).

„Die ersten 70 Minuten haben wir nicht stattgefunden“, war Dirk Tönnies alles andere als angetan von der Leistung seiner Mannschaft. Was danach kam, war zumindest besser: Erst traf Arian Reimann (70.), dann der eigewechselte Marc Enger. Doch es stand nur 1:2, weil das Schiedsrichter-Team der Meinung war, dass Matthias Bloch den Ball von der Seitenlinie ins Tor warf (73.). Bei einer vergleichbaren Situation sechs Minuten später gab es dann kein Vertun mehr: Der Kopfball von Enger brachte den 2:2-Endstand (79.).

Auf den letzten 20 Minuten wollte Tönnies dann auch den Fokus legen: „Es gibt keine zwei Meinungen. Liegen wir früher 0:2 zurück, was in der Phase auch denkbar war, verlieren wir das Spiel. So haben die Jungs sich zum richtigen Zeitpunkt gefangen und den Punkt eingefahren. Ich bin mir sicher, geht das Spiel noch fünf bis sieben Minuten länger, fahren wir auch als Sieger nach Hause. Wir waren plötzlich besser im Spiel und Kray hatte nichts mehr entgegenzusetzen.“

Dem konnte auch Krays Neu-Trainer Muhammet Isiktas nicht wiedersprechen: „Schonnebeck war zunächst sehr passiv. Wir haben das bis zum 2:0 sehr gut gemacht. Dass uns hinten raus die Kräfte verlassen, wissen wir nicht erst seit dem Spiel gegen Schonnebeck. Aber eine Entwicklung ist zu erkennen. Vor wenigen Wochen hätten wir das Spiel noch verloren. Jetzt konnten wir zumindes das Unentschieden über die Ziellinie retten. Schonnebeck konnte noch nachlegen. Das Spiel hätte auch anders ausgehen können.“

Anders ausgehen wird garantiert das nächste Spiel der Spielvereinigung Schonnebeck beim Landeslisten VfL Rhede, denn im Niederrheinpokal gibt es bekanntlich kein Remis. Der Anstoß zur zweiten Pokalpartie in dieser Spielzeit erfolgt am Mittwoch, 21. September, um 19:30 Uhr im BESAGROUP Sportpark (Am Sportzentrum 3, 46414 Rhede). Der VfL bekleidet nach nach sieben Spielen den zweiten Rang in der Landesliga Gruppe 2 und liegt mit 17 Zählern nur zwei Punkte hinter Ligaprimus Rot-Weiß Oberhausen II.

FC Kray: Ograjensek – Zimmermann, (77. Ceka), Mengert, Alic, Tomasello – Steuke, Hustic (71. Herzog), Bouchama, Serdar – Bosnjak (81. Dressler), Tavio.

SpVg Schonnebeck: Bley – Hoffmann (66. Patelschick), von der Gathen, Bloch, Ketsatis – Denker, Heppke – Busch (54. Ünal), Barra, Rami (64. Enger) – Reimann.

Schiedsrichter: Benjamin Keck.

Tore: 1:0 Husic (23.), 2:0 Tavio (47.), 2:1 Reimann (70.), 2:2 Enger (79.).

Zuschauer: 607.