Derbysieg: Schwalben starten mit 5:0-Sieg in die Saison

Mit einem 5:0 (2:0)-Sieg über den ETB Schwarz-Weiß Essen ist das Team von Trainer Dirk Tönnies am Sonntag vor 723 Zuschauern in die Oberligasaison gestartet. Die Tore für die Schwalben erzielten Vojno Jesic (11.), Marwin Studtrucker (31.), Robin Brandner (54.), Calvin Küper (60.) und Patrick Dertwinkel (77.). Die beiden Ex-Schwalben Hassine Refai (10., Notbremse) und Ismael Remmo (45., Tätlichkeit) flogen mit Rot vom Platz.

Die Partie begann mit aggressiven Pressing beider Mannschaften und der objektive Zuschauer stellte fest, dass dieses Derby vermutlich sehr emotional werden würde. Emotional wurde es dann auch gleich in der 10. Minute. Nach einem Pass von Georgios Ketsatis über die Abwehrreihen verwickelte Neuzugang Studtrucker seinen Gegenspieler Refai in einen Zweikampf, nach dessem Ende der Unparteiische Sven Schreiber auf Strafstoß für die Schwalben entschied. Da er die Zweikampfführung des ETB-Verteidigers als Notbremse wertete war zum Unmut der schwarz-weißen die rote Karte folgerichtig. Den fälligen Strafstoß vergab Patrick Dertwinkel am stark parierenden Stefan Jaschin, den Nachschuss zur erhofften frühen Führung verwandelte dann aber Vojno Jesic.

Von der nominellen Überzahl der Spielvereinigung war anfangs relativ wenig zu merken. Die Gäste spielten trotz der Umstände mutig nach vorne ohne jedoch wirklich gefährliche Aktionen zu erzwingen. Nach und nach übernahmen die Hausherren dann aber doch die Kontrolle über das Geschehen und nach einem geblockten Schussversuch von Robin Brandner schloss Studtrucker aus einer Bewegung heraus, bei der sich jeder Hobbykicker vermutlich einiges gezerrt oder gerissen hätte, sehenswert zum 2:0 ab.

2:0 und Überzahl. Das bringt normalerweise Ruhe in ein Spiel. Normalerweise war jedoch nicht. Nach einem taktischen Foul von Calvin Küper, kurz vor der Halbzeit, brannten beim gefoulten Ismael Remmo kurzzeitig die Sicherungen durch und dieser trat ohne jede Not noch einmal kräftig nach. Dem Schiedsrichter blieb keine andere Wahl als den zweiten ETB-Akteur vom Feld zu stellen.

Im zweiten Durchgang suchten die Gäste ihr Heil in der Offensive wodurch sich mehr und mehr Räume für die Schwalben ergaben. Einen solchen Raum nutzte ein weiterer Neuzugang in Person von Robin Brandner nach einem Fehlpass im Mittelfeld. Der junge Offensivspieler sprintete allein auf Jaschin zu und ließ dem Schlussmann keine Chance (3:0).

Jetzt kehrte dann doch Ruhe in die Partie und die Schwalben behielten die Kontrolle über das Spiel. Nach einem Flankenversuch von Calvin Küper, ebenfalls ein neuer im Trikot der Schwalben, bekam dieser das Leder aus dem Klärungsversuch erneut vor die Füße. Mit einem satten Strahl aus sehr spitzem Winkel erhöhte Küper zum 4:0.

Das 5:0 durch den fünften neuen, der sich gleich im ersten Spiel in die Torschützenliste eintragen konnte, Patrick Dertwinkel hatte etwas von einem einstudiertem Spielzug aus dem Training. Ketsatis hinterlief, wurde bedient und der legte zurück auf Dertwinkel, dessen Schuss noch unhaltbar abgefälscht wurde.

Am Ende gehen die Schwalben als Derbysieger und erster Tabellenführer der Oberligasaison 2021/22 aus dem ersten Spieltag.

Die kommende Partie wird es mit Sicherheit ebenfalls in sich haben, wenn unsere Spielvereinigung zu Gast beim Nachbarn FC Kray ist. Anstoß an der Buderusstraße ist am 28.08.2021 um 15 Uhr.

Trainerstimmen nach dem Spiel:

„Nach zehn Minuten ist das Spiel komplett in unsere Richtung gegangen. Die Situation kann ich von meinem Platz nicht beurteilen, aber es war natürlich eine brutale Entscheidung, wenn man nach zehn Minuten eine Rote Karte plus Elfmeter kassiert. Für uns war das natürlich sehr angenehm. Ich kann aber den Groll des Gegners verstehen, dass man damit nicht einverstanden ist. 80 Minuten in Unterzahl zu spielen ist sehr schwierig, aber der ETB hat das dann gut gemacht und uns immer wieder vor Probleme gestellt. Auch nach dem 2:0 haben wir keine Sicherheit in unser Spiel bekommen und man hatte immer das Gefühl, dass bei uns hinten etwas passieren kann. Das haben wir nicht gut gemacht in der Phase. Mit der zweiten Roten Karte hat der ETB sich komplett selbst rausgenommen. In der zweiten Halbzeit haben wir das dann solide runtergespielt, ohne zu brillieren. Wir können natürlich mit dem 5:0 gegen einen guten ETB zufrieden sein.“ (Dirk Tönnies, SpVg Schonnebeck)

„Wir haben gut ins Spiel gefunden und hatten starke erste zehn Minuten. Dann gab es einen Elfmeter für Schonnebeck, wo der Spieler vorher drei Meter im Abseits stand. Hierzu möchte ich aber auch eigentlich nichts weiter sagen. Natürlich ist es dann schwer, sich von dem Elfmeter und der Roten Karte zu erholen. Trotzdem hat das meine Mannschaft gut weggesteckt. Nach der zweiten Roten Karte war es dann klar, dass es sehr schwer für uns werden würde. Im Endeffekt kann man halt einige Sachen nicht beeinflussen und das muss man dann akzeptieren. Nichtsdestotrotz werden wir die Woche weiter fokussiert arbeiten und uns auf das Spiel gegen Cronenberg konzentrieren.“
(Suat Tokat, ETB Schwarz-Weiß Essen)

Derbysieger! (Foto: Gohl)