Der nächste Gegner: SSVg Velbert

Nach der kurzen Pause in der Meisterschaft, treten die Schwalbenträger am SO. 27. Oktober 2016 um 14 Uhr zum Spitzenspiel der Oberliga Niederrhein bei der SSVg Velbert an. Geleitet wird das Spiel auf dem Rasenplatz in der Christopeit Sport Arena (Jupiterstr. 5, 42549 Velbert) von Schiedsrichter Alexander Schuh mit den Assistenten Tobias Berthold und Robin Schuffelen.

Die SSVg Velbert 02 (Sport- und Spielvereinigung Velbert 1902) ist ein Sportverein aus dem niederbergischen Velbert. Die Vereinsfarben sind Blau und Weiß. Die erste Herrenmannschaft im Fußball spielt seit der Saison 2016/17 in der fünftklassigen Oberliga Niederrhein. Neben der Fußballabteilung existieren seit 1978 eine Gymnastikabteilung und seit 2008 eine Radsportabteilung.

Am 23. März 1902 wurde der Velberter FC 1902 gegründet. Diesem schloss sich 1914 der BV Olympia 1906 Velbert an. Nach der Fusion mit dem TV 1864 Velbert im Jahr 1919 hieß der Verein TSV 1864 Velbert. Nach nur zwei Jahren spaltete sich der Verein wieder auf und es entstand neben dem SSV Velbert 12 und dem TV 1864 Velbert der Fußballclub Velbert 02. Dieser fusionierte am 26. September 1933 mit dem BV 1907 Velbert (gegründet am 9. Juni 1907) zum VfB 02/07 Velbert.

Der Verein spielte ab 1922 in der Ligaklasse und ab 1934 in der Bezirksliga, der seinerzeit zweithöchsten Spielklasse im deutschen Fußball. Die noch heute bestehende Sport- und Spielvereinigung Velbert 1902 e. V. entstand im August 1964 durch Fusion des VfB 1902/06 Velbert mit der SSV 1912 Velbert, die bis 1912 Fußballabteilung des TV 1864 war.

Die Bündelung der Kräfte trug Früchte und den Fußballherren gelang 1969 der Aufstieg in die Regionalliga West, die damals zweithöchste Spielklasse. Nach nur einer Saison erfolgte jedoch 1970 der Wiederabstieg. Wie schon von 1963 bis 1969 spielte man auch bis 1978 in der drittklassigen Amateurliga Niederrhein. Bis 1975 hatte man sich stets auf den Plätzen 3 bis 5 halten können, die letzten drei Jahre schloss man jedoch als 14., 10. und zuletzt als 12. ab. Dadurch verpasste man die Qualifikation für die durch die Zusammenlegung mehrerer Amateurligen gebildete neue Amateuroberliga Nordrhein und wurde in die Viertklassigkeit abgestuft. Diese Klasse wurde gehalten bis zum Abstieg in der Saison 1984/85, worauf aber der direkte Wiederaufstieg folgte.

In den Saisons 1989/90 und 1990/91 stieg die SSVg zweimal hintereinander ab und fand sich in der Bezirksliga wieder, aus der man aber im nächsten Jahr wieder aufstieg. In den folgenden Jahren wurden dann die Finanzen konsolidiert, wodurch die SSVg heute schuldenfrei ist und ohne Auflagen die Lizenz für die Regionalliga bekommen würde. In der Saison 1996/97 und in der darauffolgenden Saison scheiterte man knapp in der Aufstiegsrunde zur Verbandsliga. Im nächsten Jahr gelang mit 74 Punkten nach nur fünf Remis und zwei Niederlagen souverän der Aufstieg in die Verbandsliga Niederrhein.

In der Saison 1999/2000 gelang dann der Aufstieg in die Oberliga Nordrhein. Am Ende der Spielzeit 2003/04 wurde die SSVg Meister, aber in die Regionalliga Nord stieg der Tabellenzweite Fortuna Düsseldorf auf, weil Velbert nicht für die höhere Spielklasse gemeldet hatte, da man zum Ende der Hinrunde nur Fünfter war und zwölf Punkte Rückstand hatte. Seit dem Aufstieg war die SSVg nie schlechter als Rang vier platziert. In der Spielzeit 2007/08 ging es für die SSVg um die Qualifikation zur neuen viertklassigen Regionalliga West, die durch die Ligareform zur Saison 2008/09 eingeführt wurde. Dafür musste der vierte Platz erreicht werden. Am Saisonende reichte es aber nur zu Platz sechs, sodass die SSVg in der Spielzeit 2008/09 in der ebenfalls neugeschaffenen fünftklassigen NRW-Liga antrat. Bereits am 6. Oktober 2008 trat Feldhoff wieder als Trainer der SSVg zurück. Seine Nachfolge trat im November 2008 der ehemalige Profi Peter Kunkel an.

Etwa ein halbes Jahr später übernahm Marek Lesniak den Platz des erfolglos gebliebenen Kunkel als Trainer. Am 29. März 2010 trat Lesniak als Trainer zurück und Tino Reuchert übernahm „bis auf weiteres“ das Traineramt. Neuer Trainer wurde daraufhin der frühere Bundesligaprofi Frank Schulz, der zuvor den Ligakonkurrenten Westfalia Herne trainiert hatte.

In der mit Saisonschluss 2011/12 auf Verbandsbeschluss aufzulösenden NRW-Liga belegte man 2012 den vierten Platz, was zu zwei Ausscheidungsspielen um den Aufstieg in die Regionalliga West gegen den Tabellenersten der sechstklassigen Westfalenliga, den SV Lippstadt 08 berechtigte. Velbert gewann Hin- und Rückspiel mit 2:1 und machte damit den Aufstieg in die Regionalliga perfekt. In der darauffolgenden Regionalliga-Saison erreichte die Spielvereinigung mit 47 Punkten den Klassenerhalt, ehe die Mannschaft ein Jahr später als Tabellenletzter absteigen musste.

Am 5. Juni 2016 gaben die „Blauen“ bekannt, dass Karsten Hutwelker das Traineramt der 1. Mannschaft übernimmt. Der 44 jährige Ex-Profi verfügt über Erfahrung aus über 100 Bundesligapartien, über 180 Einsätzen in der 2. Bundesliga sowie Einsätze im DFB-Pokal, UEFA-Cup und Spielen in der Regionalliga Süd-/West.

Zur Saison 2016/2017 wechselten: Robin Claus (MSV Duisburg), Aloisman Aydin (SC Verl), Marvin Grumann, Kevin Kehrmann (beide FC Kray), Sais Benkarit (Hamburger SV II), Patrick Adan Dytko (Piast Gliwice), Alban Sabah (SV Waldhof), Julien Rybacki (Rödinghausen) und Keisuke Ota (SC Kapellen) ins Bergische Land.

Im Interview sagt Hutwelker: „Wir haben sicherlich hier und da mal ein paar Punkte unnötig liegen gelassen, die aktuelle Platzierung spiegelt aber schon auch wieder, wo wir uns sehen. Wir hoffen natürlich so lange wie möglich oben zu bleiben, um auch am letzten Spieltag noch eine Chance zu haben um den Aufstieg mitzureden.“ Bei einem Torverhältnis von 34:8 Toren scheint die Abstimmung zwischen den Mannschaftsteilen zu stimmen. „Es funktioniert beides nur in Koexistenz, aber das Hauptaugenmerk liegt dann doch eher auf der stabilen Defensive, über die ganze Saison gesehen.“, erläutert Hutwelker.

Zu den bisherigen Goalgettern gehören:

Patrick Adan Dytko (6 Tore/15 Spiele)
Aloisman Aydin (5/10)
Philipp Schmidt (4/8)
Keisuke Ota (3/7)
Alban Sabah (3/15)

Für die Christopeit Sport Arena (bis 2012 Stadion Zur Sonneblume) gelten in der Oberligasaison 2016/2017 folgende Eintrittspreise:
Sitzplatz Tribüne: 11,00 €
Stehplatz Vollzahler 8,00 € (Gästeblock C-E, Block D gesperrt)
Stehlatz ermäßigt (Frauen, Rentner, Jugendliche/Schüler bis 18 Jahre) 6,00 €
Quelle: www.ssvg.de