Aus 1:0 wird 1:3 – Doch Schonnebecker Rumpf-Elf wehrt sich gegen Velbert tapfer

Die Spielvereinigung Schonnebeck verlor ihr letztes Heimspiel des Kalenderjahres 2018 gegen die SSVg Velbert 02 mit 1:3 (1:0). Dennoch hatte Cheftrainer Dirk Tönnies lobende Worte für seine „letzten Mohikaner“ übrig.

In der Vorwoche forderte Cheftrainer Dirk Tönnies von seinen Jungs nach der 1:2-Heimpleite gegen Kleve, „dass sie in Zukunft ein anderes Gesicht zeigen“ sollen. Diesen Rüffel nahmen sich seine Jungs zu Herzen und gelobten nicht nur Besserung. Gleich der erste Angriff der Partie sorgte für erhöhten Puls (2.). Marc Enger wurde im Strafraum zu Fall gebracht, Luka Bosnjak verwandelte den Elfmeter problemlos – 1:0 (3.)!

Danach war erstmal Ruhe am spärlich besetzten Schetters Busch. Die Spielvereinigung agierte aus einer gut organisierten Defensive und zwang die Gäste aus dem Bergischen Land immer wieder durch aggressives Anlaufen in die Flucht. Tönnies‘ Matchplan schien aufzugehen. Die Schwalben brachten die 1:0-Führung souverän in die Pause. Die erste Pause gehörte zweifellos den Hausherren. Danach legten die „Blauen“ zu und wurden mutiger. Aber sie konnten das Tor von Marcel Grote zu keiner Zeit wirklich in Gefahr bringen.

Doch der erste Schuss nach der Pause traf die Schonnebecker ins Kämpferherz. Nach einer Ecke von Pascale Talarski stand Maximilian Wagener am kurzen Pfosten richtig und gab dem Ball die nötige Richtungsänderung – 1:1 (48.)!

Beim Ausgleich war Marcel Grote genauso machtlos, wie beim 1:2 in der 65. Minute. Der eingewechselte Robert Nnaji fasste sich aus rund 20 Metern ein Herz, traf den Ball mustergültig und feuerte ihn in die Maschen. Ähnlich wie das entscheidende 1:3 durch Leroy Mickels in der 87. Minute. Auch da machte der Torschütze alles richtig und ließ dem Schonnebecker Torhüter keine Abwehrmöglichkeit.

„Nach drei Niederlagen in Folge gibt es sicherlich einfachere Aufgaben, als nach Schonnebeck zu fahren“, ahnte Gästetrainer Alexander Voigt, was ihn und sein Team erwarten würde. „Wir haben zu Beginn keinen Zugriff auf das Spiel gehabt. In der Pause haben wir uns dann vorgenommen, mutiger zu werden und mehr Druck zu erzeugen. Das ging auf“, war der Ex-Profi nach dem Sieg erleichtert.

Schonnebecks Cheftrainer Dirk Tönnies war trotz der Niederlage diesmal nicht unzufrieden: „Wir sind über die Emotionen gut reingekommen und haben Velbert alles abverlangt. In der ersten halben Stunde haben wir keinen Torschuss zugelassen. Das war stark! Aber das 1:1 kurz nach Wiederanpfiff hat uns das Genick gebrochen. Doch die Jungs, die noch auf dem Platz stehen konnten, haben alles gegeben.“ Nach der Verletzungsmisere in der Hinrunde freut sich der Trainer nun auf die Winterpause: „Wir müssen nun für das letzte Auswärtsspiel in Meerbusch noch elf halbwegs aufrecht gehende Jungs finden, um einen versöhnlichen Jahresabschluss zu schaffen. Im neuen Jahr bekommt das Team dank der vielen Rückkehrer ein ganz anderes Gesicht. Dann werden wir auch wieder mehr Punkte einfahren und uns tabellarisch nach oben verbessern.“

Das letzte Auswärtsspiel steigt am Samstag, 15. Dezember, um 17 Uhr beim TSV Meerbusch (Sportplatz Lank, Nierster Str. 90, 40668 Meerbusch). Danach werden Wunden geleckt und Kräfte mobilisiert für die verbleibenden 15 Ligaspiele in dieser Saison.

SpVg Schonnebeck: Grote – Engelberg, Heppke, Denker – Patelschick, Barrera, Bartsch, Da Costa – Enz (78. Ogrzall), Bosnjak (69. Can) – Enger (59. Oteng Adjei).

SSVg Velbert 02: Sprenger – Claus (46. Nnaji), Kubina (46. Machtemes), Abdel Hamid, Mondello – Schiebener, Wagener, Talarski, Spinrath – Mickels, Smykacz (90. Uzun).

Schiedsrichter: Marcel Donath.

Tore: 1:0 Bosnjak (3., Foulelfmeter), 1:1Wagener (48.), 1:2 Nnaji (65.), 1:3 Mickels (87.).

Zuschauer: 149.