4:0 gegen SC Velbert – Doch 30 starke Minuten sind Tönnies zu wenig

Die Spielvereinigung Schonnebeck gewinnt am 9. Spieltag ihr Heimspiel gegen den Aufsteiger SC Velbert mit 4:0 (4:0). Doch den Kantersieg bezahlte das Team von Dirk Tönnies einmal mehr mit einer wichtigen Personalie.

Die Partie gegen den Aufsteiger aus dem Bergischen Land begann schwungvoll. Sehenswerte Ballstafetten und harte, aber nicht unsportlich geführte Zweikämpfe sorgten für Kurzweiligkeit bei den 267 Zuschauern am Schetters Busch – und natürlich die frühe 1:0-Führung der Hausherren: Marius Müllers Flachschuss aus kurzer Distanz ist für Daniel Schäfer nicht zu parieren (8.). Kurz zuvor hatte Velberts Ferhat Mumcu die dicke Chance, doch sein Versuch aus 18 Metern flog weit übers Tor (7.).

In der 23. Minute jubelten die Schonnebecker Fans erneut. Nach einer Ecke flog Gäste-Torhüter Daniel Schäfer unter dem Ball durch. Doch er war nicht der Einzige, der die Situation nicht bereinigen konnte. Schließlich und endlich stieg Georgios Ketsatis im Fünfmeterraum am höchsten und nickte den Ball zum 2:0 ins Velberter Tor.

Sichtlich geschockt taumelte der SCV wie ein angeschlagener Schwergewichtsboxer in Runde 12 über den Platz und musste das endgültige K.o. durch den Doppelschlag in der 31. und 33. Minute schlucken. Erst umkurvte Luka Bosnjak nach mustergültigem Zuspiel von Thomas Denker den Velberter Keeper, dann staubte Müller nach einem Pfostenschuss von Ketsatis zum 4:0-Pausenstand ab.

Den zweiten Durchgang verbrachte die Tönnies-Elf damit, das Ergebnis zu verwalten. Das schmeckte dem Linienchef überhaupt nicht. „Gegen Speldorf haben wir uns 30 Minuten aus dem Spiel genommen. Jetzt gegen Velbert 60 Minuten. Ich hoffe nicht, dass wir uns nächste Woche 90 Minuten aus dem Spiel nehmen. Das bedeutet nämlich, dass wir in Nettetal nichts holen werden“, lag die zweite Spielhälfte schwer in Tönnies‘ Magen. Zu allem Überfluss muss der Trainer nun wohl auch noch die kommenden Wochen auf seinen derzeit starken Verteidiger Georgios Ketsatis verzichten. Eine erste Untersuchung im Krankenhaus ergab einen Mittelfußbruch beim 27-Jährigen. Die Ausfallzeit und die weitere Vorgehensweise (OP ja oder nein) soll nun durch weitere Untersuchungen ermittelt werden. Die Redaktion sendet „Georgi“ auf diesem Wege die besten Genesungswünsche.

Fehlen wird der Grieche auf jeden Fall am kommenden Sonntag in der Partie beim nächsten Aufsteiger, dem SC Union Nettetal. Der Anstoß zu dieser Partie erfolgt um 15 Uhr in Nettetal (Sportanlage Lobbericher Straße) angepfiffen. Zu diesem Spiel setzt die Spielvereinigung Schonnebeck einen Bus ein. Weitere Informationen finden Sie hier: Hier klicken

SpVg Schonnebeck: Grote – Gutkowski, Heppke, Engelberg – Enz (58. Yerek), Bartsch, Skuppin, Denker, Ketsatis (68. Da Costa Pereira) – Müller (72. Can), Bosnjak.

SC Velbert: Schäfer – Flotho (66. Kizilisik), Burczyk, Schubeis – Jeglorz, Fritsch (74. Olivieri), Sumbunu – Mumcu (56. Rymarczyk), Schulz – Filippou, Hilger.

Schiedsrichter: Fasihullah Habibi (Duisburg).

Tore: 1:0 Müller (8.), 2:0 Ketsatis (24.), 3:0 Bosnjak (31.), 4:0 Müller (33.).

Zuschauer: 267.