3:1-Erfolg in Speldorf – Teuer bezahlter Auswärtssieg

Die Spielvereinigung Schonnebeck hat ihr Auswärtsspiel beim VfB Speldorf mit 3:1 (3:1) gewonnen. Vor 120 Zuschauern trafen Marc Enger, Simon Skuppin und Thomas Denker im strömenden Regen an der Saarner Straße.

Die Aufgabe war richtig ungemütlich. Doch am Ende stellte nur das Wetter die Schonnebecker Schwalben vor eine echte Zerreißprobe. Die Jungs aus Essen, die erstmals in ihren neuen weißen PUMA-Jerseys aufliefen, mussten ihren inneren Schweinehund überwinden, um mit den widrigen Wetterverhältnissen klar zu kommen. Aber am Ende war Sturmtief Fabienne der einzige echte Gegner, denn von den Hausherren kam über die meiste Zeit der 90 Spielminuten eher ein laues Lüftchen.

Und so bestrafte Marc Enger gleich in der 12. Minute den ersten Individualfehler der Mülheimer, denn auf der linken Abwehrseite verschätzte sich der regionalligaerfahrene Ex-Fürther Arman Corovic erst bei einem sehenswerten Diagonalpass von Georgios Ketsatis, kam dann gegen Timo Patelschick nicht mehr nennenswert in den Zweikampf, sodass der Flügelflitzer in aller Seelenruhe quer vors Tor ablegen konnte, wo Marc Enger keine Mühe hatte, seinen vierten Saisontreffer zu erzielen (12.). Das wird allerdings sein letzter für die kommenden Wochen sein, denn kurz darauf musste der Sturmtank raus. Nach einem langen Bein in Richtung Ball fasste sich der 29-Jährige an den Oberschenkel – das sah nicht gut aus. Aber eine genaue Untersuchung im Laufe der kommenden Woche soll Klarheit bringen.

Den Schock des Ausfalls mussten die Tönnies-Schützlinge erstmal sacken lassen. Diese Phase nutzte Pierre Nowitzki per Distanzschuss für den 1:1-Ausgleichstreffer (26.). Doch anstatt sich davon beeindrucken zu lassen, sahen die Schwalben das Gegentor eher als Weckruf, fühlten sich dadurch eher angestachelt und kamen nach einer Standardsituation zur verdienten 2:1-Führung: Simon Skuppin verwertete eine Freistoßflanke von Damian Bartsch per Kopf und markierte damit seinen ersten Treffer im Schwalbendress (33.). Bartsch wurde zehn Minuten vorher eingewechselt, weil es für Nils Klima nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler nicht mehr weiterging, obwohl es der robuste Neuzugang noch einige Minuten versuchte.

Kurz darauf folgte die stärkste Phase der Gastgeber und die hing ganz eng mit dem Namen Deniz Hotoglu zusammen. Erst setzte der ehemalige ETB- und Kray-Akteur einen Freistoß an die Querlatte (38.), kurz darauf verlangte er mit einem satten Strahl aus 16 Metern SVS-Schlussmann Marcel Grote eine üppige Faustabwehr ab (41.). Doch die Schonnebecker überlebten diese Aktionen schadlos und setzten durch Thomas Denker noch vor der Pause den Deckel aufs Geschehen.

In Durchgang zwei hatten beide Teams noch je eine nennenswerte Szene. Kurz nach Wiederbeginn scheiterte Luka Bosnjak an den Reflexen von VfB-Torhüter Kai Gröger, der blitzschnell eine Hand an den Ball bekam, bevor dieser an seiner rechten Schulter vorbei ins Netz flog (48.). In der 80. Minute zauberte Speldorfs André Panz einen Freistoß-Hammer aus dem Fußgelenk, fand seinen Meister aber in Schonnebecks Torhüter Grote, der das Geschoss mit einer Glanzparade aus dem Winkel entschärfte. Ansonsten passte sich der Spielverlauf dem Wetter an und plätscherte vor sich hin. Die Spielvereinigung war durch und musste nicht mehr investieren. Der Ball lief gut durch die eigenen Reihen. Aus Speldorfer Ecke kam keine Gegenwehr und so waren die Kräfteverhältnisse klar gerückt.

Mit drei Zählern im Gepäck traten die Essener die Heimreise über die Stadtgrenze an. Allerdings waren die drei Punkte teuer bezahlt, denn mit Marc Enger und Nils Klima mussten zwei Leistungsträger der letzten Wochen frühzeitig vom Platz. Während es bei Enger nach einer langwierigen, weil muskulären Geschichte aussah, bleibt zumindest bei Klima ein Fünkchen Hoffnung, dass der Zusammenprall nicht allzu schlimm und die Herausnahme eine reine Vorsichtsmaßnahme war. Wichtig wäre es, denn schon am kommenden Sonntag, 30. September, stellt sich mit dem SC Velbert der Tabellenfünfte am Schetters Busch vor (Anstoß: 15 Uhr). Wozu der Aufsteiger imstande ist, hat er erst kürzlich beim 2:1-Sieg im Derby gegen den benachbarten großen Bruder SSVg Velbert bewiesen. Also: Jede Stimme zählt! Wer in den letzten Wochen regelmäßig am Schetters Busch war, sollte noch mindestens einen Kollegen mitbringen.

VfB Speldorf: Gröger – Nakaoka, K. Müller, Nemec, Corovic (51. Panz) – Yussif, Dutschke, Bimpek, Hotoglu (59. Schürings) – Timm, Nowitzki.

SpVg Schonnebeck: Grote – Engelberg, Heppke, Ketsatis – Patelschick (72. Langen), Denker, Müller, Skuppin, Klima (23. Bartsch) – Enz, Enger (14. Bosnjak).

Schiedsrichter: Tim Pelzer.

Tore: 0:1 Enger (12.), 1:1 Nowitzki (26.), 1:2 Skuppin (33.), 1:3 Denker (45.+2).

Zuschauer: 120.