3:5-Heimpleite gegen Hilden – Fehlende Laufbereitschaft und Aggressivität machen den Unterschied

Die Spielvereinigung Schonnebeck verlor Ihr Heimspiel gegen den VfB 03 Hilden mit 3:5 (1:1). Für die Elf von Cheftrainer Dirk Tönnies bedeutet nach der Auftaktpleite in Velbert (1:3) die zweite Saisonniederlage.

Dabei hatten sich die Schwalben vor dem Spiel noch vorgenommen, die Serie von zuletzt drei Siegen in Serie vor allem auf heimischem Geläuf auszuweiten. Doch am Ende sollte es ein gebrauchter Tag für alle werden, die es mit der Spielvereinigung halten. „Der VfB Hilden siegte unter dem Strich verdient“, wie auch Cheftrainer Dirk Tönnies nach der Heimniederlage betonte. „Wir haben es nicht geschafft, gegen eine Mannschaft, die zwar enorme Qualität besitzt, aber mit nur einem Zähler aus den ersten vier Spielen gestartet ist, unser Spiel durchzuziehen. Ich habe in allen Teilen der Mannschaft die nötige Laufbereitschaft und Aggressivität vermisst.“

Dabei begann die Partie rasant. Hilden glänzte vornehmlich durch seine Konter. Schonnebecks Marc Enger traf in der 5. Spielminute den Pfosten. Besser machte es Thomas Denker in der 24. Minute: Der Mittelfeldmann erzielte erzielte aus rund 16 Metern das 1:0 (24.) für die Schwalben. Doch die Gäste steckten nicht auf, sondern erzwangen noch vor der Pause das 1:1 durch Fabio Di Gaetano (36.).

Nach der Halbzeit sah sich die Spielvereinigung großem Druck durch die Gäste ausgesetzt. Erst traf Zissis Alexandris zum 2:1 (56.), dann erhöhte Pascal Weber zum 3:1 (60.). Die Gastgeber wurden von der Offensive überrollt und durch das frühe Anlaufen der Schwarz-Weißen zu Fehlern gezwungen. Doch dann kam es noch dicker für die Schwalben: Schlussmann André Bley sah in der 64. Minute die Rote Karte. Nach einer Ecke fing der Torhüter den Ball zunächst sicher ab. Doch dann ließ er sich zu einem Fehltritt im wahrsten Sinne des Wortes hinreißen. Mit dem Ball in der Hand stieg er Alexandris auf den Fuß, was für Schiedsrichter Fabian Spitzer den Tatbestand der Tätlichkeit erfüllte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Talha Demir gegen Ersatztorwart Marcel Grote denkbar glücklich zum 4:1 (68.). Der Ersatzmann ahnte die Ecke, kam aber nicht entscheidend an das Spielgerät.

Die Hoffnung der Essener schwand zusehend. Bis zum Doppelschlag durch Marius Müller per Elfer nach Foul an Enger (86.) und Leon Engelberg (90. + 1.), die damit auf 3:4 verkürzten. Doch in die Schlussoffensive rammte Patrick Percoco den Pflock zum 5:3 (90. + 4.) mit dem Abpfiff und brachte der Spielvereinigung damit die zweite Saisonniederlage bei.

Sichtlich bedient schlichen die Tönnies-Schützlinge vom Platz. Mit dem Wissen, dass es besser geht, reist der Tross als Tabellensiebter am kommenden Sonntag, 9. September, nach Düsseldorf. In der Landeshauptstadt geht es ab 15 Uhr an der Feuerbachstraße gegen TuRU. Die Blau-Weißen rangieren mit sieben Punkten zwei Zähler hinter der Spielvereinigung auf Rang zehn.

SpVg Schonnebeck: Bley – Langen (28. Barrera), Gutkowski, Engelberg, Klima – Heppke, Denker – Müller, Bartsch (69. da Costa Pereira) Enz (64. Grote) – Enger.

VfB 03 Hilden: Oberhoff – Ilkwon, Zur Linden, Härtel, Serdar – Grün, Demir (88. Schaumburg), Elsner, Di Gaetano – Weber (74. Percoco), Alexandris (90. Bergoiu).

Tore: 1:0 Denker (24.), 1:1 Di Gaetano (36.), 1:2 Alexandris (56.), 1:3 Weber (60.), 1:4 Demir (68., Foulelfmeter), 2:4 Müller (86., Foulelfmeter), 3:4 Engelberg (90.), 3:5 Percoco (90.+4).

Zuschauer: 234.

Rote Karte: André Bley (64., Tätlichkeit).