2:2 in Homberg – Tönnies empfielt dem Fußballgott einen Blick auf die gesamte Saison

Die Spielvereinigung Schonnebeck trennt sich vom VfB Homberg mit 2:2. Rund 400 unter den 800 Zuschauern sorgten für Heimspielstimmung am Duisburger Rheindeich. Aber zum Siegtreffer hat es letztendlich nicht mehr gereicht.

Erst nach einer Viertelstunde kamen die Schwalben ins Spiel. Zuvor begannen die Gastgeber schwungvoll und drängten den Tabellenführer weit in die eigene Hälfte. Doch dann löste sich der Knoten, Schonnebeck wurde mutiger. Und in der 19. Minute sogar belohnt: Marc Enger drehte sich um seinen Gegenspieler und bugsierte das Spielgerät in Gerd-Müller-Manier zum 1:0 ins Homberger Tor. In der Folge waren die Tönnies-Schützlinge tonangebend. Aber die beste Torchance hatten die Gastgeber kurz vor dem Pausenpfiff. Da konnten sich die Gäste beim Pfosten bedanken, denn den traf VfB-Angreifer Danny Rankl lediglich zum Glück für SVS-Schlussmann Marcel Grote. Aber auch ein Vorgeschmack für die 800 Zuschauer auf den zweiten Durchgang.

Den begannen die Gäste trotz Führung recht offensiv. Schonnebeck nahm sich ein Beispiel am Spielstart der Gegner und drängte die Gastgeber weit zurück, ohne wirklich gefährlich zu werden. Und die Harmlosigkeit vor dem Tor bestraften die Hausherren mit dem 1:1-Ausgleich. Mike Koenders, der sich als Innenverteidiger in der Defensive das eine oder andere Privatduell mit SVS-Torjäger Enger lieferte, war vorne zur Stelle und drückte den Ball über die Linie (65.). Schonnebeck stand unter Zugzwang. Schließlich hatte zum selben Zeitpunkt der Verfolger, SV Straelen, noch einen Punkt beim SC Düsseldorf-West inne. Als dann auch noch das 2:1 durch Danny Rankl fiel (80.), sickerte durch, dass der SV Straelen plötzlich mit 2:0 führte. Doch die Schonnebecker ergaben sich nicht ihrem Schicksal. Unermüdlich kämpfte sich das Team zurück und belohnte sich durch Engers 19. Saisontreffer mit dem 2:2-Ausgleich (84.). Und wer die letzten Spiele der Schwalben gesehen hat, wusste, dass das noch nicht alles gewesen sein konnte. So auch in diesem Spiel. In der Nachspielzeit wuchtete Thomas Denker den Ball auf das Homberger Tor, doch Philipp Gutkowski, Bruder unseres Spielers Julian, hatte etwas gegen die drohende Niederlage und riss erfolgreich die Hände hoch (90.+3). Danach war Schluss. Die Schonnebecker Spieler sanken im Kollektiv zu Boden. Auch der 1:2-Anschlusstreffer des SC West konnte die Trauer nicht lindern.

„Für die Jungs tut es mir unendlich leid“, fehlten auch Dirk Tönnies die Worte. „Sie haben einmal mehr alles rausgeholt. Aber vielleicht hat der Fußballgott ja die gesamte Saison beobachtet und belohnt uns doch noch für unseren Aufwand.“

In der Tat. Die kleine Chance gibt es tatsächlich noch. Doch was muss passieren? Ganz einfach: Holt der VfR Krefeld-Fischeln am kommenden Sonntag (3. Juni) einen Punkt in Straelen (oder sogar alle drei), und die Spielvereinigung besiegt die Sportfreunde Baumberg am heimischen Schetters Busch, darf der Stadtteil doch noch auf links gekrempelt werden. Wenn nicht, gibt auch ansonsten eine (es lässt sich nicht anders beschreiben) geile Saison zu feiern. Halten wir es also mit einem Automobilhersteller aus Fernost: Nichts ist unmöglich!

VfB Homberg: P. Gutkowski – Haub, Schmitt, Koenders (90. T. Kücükarslan), Manca – M. Kücükarslan, Dertwinkel (89. Kogel) – Rybacki (80. Acar), Wibbe, Walker – Rankl.

SpVg Schonnebeck: Grote, Patelschick (81. Reimann), Engelberg, Ketsatis, Abrosimov – Denker, Bartsch – Enz (70. J. Gutkowski), Barra, Müller (66. Yerek) – Enger.

Schiedsrichter: Sven Heinrichs (Mönchengladbach).

Tore: 0:1 Enger (19.), 1:1 Koenders (65.), 2:1 Rankl (80.), 2:2 Enger (84.).

Zuschauer: 800.