1:1! Fragwürdiges Last-Minute-Remis in Hiesfeld – Über die magische 40-Punkte-Marke hinein ins Derby

Die Spielvereinigung Schonnebeck trennte sich nach 90 intensiven Minuten vom TV Jahn Hiesfeld mit 1:1. Vor 250 Zuschauern war zunächst Damian Bartsch für die Gäste aus Essen erfolgreich (14.). Mit dem Schlusspfiff verwandelte Damianu Schirru einen fragwürdigen Handelfmeter (90.).

Das Verfolgerduell zwischen dem TV Jahn Hiesfeld und der Spielvereinigung Schonnebeck war das Oberliga-Topspiel des Tages. Immerhin traf der beste Angriff auf die beste Abwehr der Liga.

Für die Schwalben ging es richtig gut los. Erst scheiterte Marc Enger mit einem Knaller aus spitzem Winkel an Hiesfeld-Keeper Kevin Hillebrand, der den Ball nur nach vorne abwehren konnte. Dort stand Damian Bartsch allerdings und setzte mit dem Kopf nach. Weder Hillebrand, noch die herangeeilten Innenverteidiger konnten das 1:0 für die Gäste verhindern. Kurz darauf hatte Hiesfelds Joel Zwikirsch den Ausgleich auf dem Fuß, doch der Winkel war zu spitz. Auch danach wollte der Ball den Weg ins Netz trotz zahlreicher guter Möglichkeiten nicht mehr finden. Somit blieb es beim völlig verdienten 1:0-Vorsprung zur Pause.

Im zweiten Durchgang schenkten sich beide Teams nichts und steigerten sich, je näher der Schlusspfiff kam. Ab der 80. Minute glich das Spiel einem Kampf zweier Schwergewichtsboxer, die den Knock Out mit aller Gewalt erzwingen wollten. Erst prüfte Arian Reimann Keeper Hillebrand (80.)! Doch der parierte stark und hielt sein Team im Spiel. Dann rettete Marcel Grote auf der anderen Seite – und wie?! Einen wuchtigen Kopfball von Kevin Krystofiak lenkt der Schonnebecker Schlussmann mit einer Hand an die Latte (84.). Hiesfeld drängte auf den Ausgleich, Schonnebeck nutzte die Räume für schnelle Konter, blieb im Abschluss allerdings häufig zu unkonzentriert. Das Adjektiv traf mindestens in der Schlussminute auch auf das Schiedsrichtergespann zu. Nachdem der Ball aus 30 Zentimetern an die Hand von Timo Patelschick sprang, ertönte der Pfiff des Unparteiischen – Elfmeter für den TV Jahn! Und das, obwohl Patelschick keine Chance auf eine Reaktion hatte. Damianu Schirru ließ sich die Chance nicht und verwandelte sicher zum 1:1-Endstand.

„Wenn man aus 30 Zentimetern den Ball so fest an die Hand geschossen bekommt, dann ist das kein Handspiel. Ich finde, das haben meine Jungs in diesem Spiel nicht verdient“, legte sich Coach Tönnies fest, lobte die Einstellung seines Teams und trauerte dann den liegen gelassenen Möglichkeiten seines Teams nach: „Einziger Kritikpunkt von meiner Seite: Wir hätten schnell das 2:0 nachlegen müssen.“

Nun richten alle im Schonnebecker Lager ihren Blick auf das kommende Derby-Wochenende, denn am Sonntag, 11. März, gastiert der Stadtnachbar ETB Schwarz-Weiß Essen am Schetters Busch. Der Ball rollt ab 15 Uhr. Das Hinspiel haben die „Lackschuhe“ mit 3:2 gewonnen. Das Tönnies-Team hat die magische 40-Punkte-Marke erreicht und kann nun im Stadtderby befreit aufspielen.

TV Jahn Hiesfeld: Hillebrand – Kolberg, Krystofiak, Alexiou, Wichert – Schirru, Yolasan (73. Klaß), Mastrolonardo (73. Goralski), Riebling (63. Gataric) – Zwikirsch, Menke.

SpVg Schonnebeck: Grote – Patelschick, Gutkowski (31. Barrera), Engelberg, Ketsatis – Denker –Bartsch, Yerek (73. Barra), Abrosimov – Reimann (84. Busch), Enger.

Schiedsrichter: Jan Oberdörster.

Tore: 0:1 Bartsch (11.), 1:1 Schirru (90., Handelfmeter).

Zuschauer: 250.