Yerek-Doppelpack bei 3:0-Sieg über Cronenberg – Schwalben haben den Kurs wieder korrigiert

Die Spielvereinigung Schonnebeck hat das erste Heimspiel des Jahres gewonnen. Gegen den Cronenberger SC setzte sich das Tönnies-Team mit 3:0 (1:0) vor 207 Zuschauern am eiskalten Schetters Busch durch.

Doch so einfach gestaltete sich das Unterfangen zunächst nicht, wie es das Endergebnis darstellt. Die Gäste aus Wuppertal kamen besser zurecht und standen gut in der Defensive. Die teils unüberlegten Schonnebecker Pässe in die Spitze waren da eher das kleinere Übel im Vergleich zu den Minusgraden. Allerdings verpassten es die Gäste, aus den Ballverlusten der Schwalben zu profitieren. Unter anderem darum war das Spiel lange offen. Aber auch, weil die Gastgeber rund 20 Minuten brauchten, um sich mit der eiskalten Umgebung und den Leistungen des Gegners anzufreunden. Dann aber wurden sie mutiger und produzierten Torchancen. Erst scheiterte Marc Enger an Marcel Langendorf (20.). Fünf Minuten später aber bezwang Georgios Ketsatis den Cronenberger Schlussmann. Der Abwehrspieler verwandelte einen Eckball, den Dennis Abrosimov scharf vor das Tor brachte, per Kopf zur 1:0-Führung (25.). Dass es „nur“ beim 1:0 blieb, verdankten die Gäste aus dem Bergischen Land dann ihrem Torhüter, der erst einen Schuss von Thomas Denker abwehrte (33.) und zwei Minuten vor der Pause beim Freistoß von Markus Heppke im Torpfosten einen Verbündeten hatte (43.).

Halbzeit zwei gehörte dann nahezu komplett Tarkan Yerek, der sich an diesem Tag ein Sonderlob von seinem Trainer einheimste. Erst markierte der Mittelfeldspieler das beruhigende 2:0 nach einem Zuspiel von Arian Reimann (68.), dann erzielte er nach einem Solo durch den Strafraum das 3:0 (82.) und avancierte zum Matchwinner. „Tarkan brauchte etwas länger“, erklärt Dirk Tönnies, der dann aber erleichtert feststellt: „Aber seit dem Winter bringt er regelmäßig gute Leistungen und ist für die Truppe eine echte Verstärkung geworden.“

Ansonsten sah der Linienchef noch Luft nach oben für sein Team: „Wir haben zwar verdient und hoch gewonnen, aber wir kamen erst spät ins Spiel. Wir müssen dahin kommen, dass wir von der ersten Minute an den Kampf annehmen.“

Für seinen Gegenüber Peter Radojewski waren die drei zu vergebenen Zähler in Schonnebeck ohnehin „nur Bonuspunkte. Wir müssen unsere Ernte woanders einfahren. Mich stimmt aber positiv, dass wir bei Topteams wie Straelen oder Schonnebeck gut mithalten können und nicht komplett unter die Räder kommen.“

Die Mission „40 Punkte“ können die Schwalben bereits im fünften Spiel der Rückserie unter Dach und Fach gebracht werden. Mit 39 Punkten im Gepäck reist die Spielvereinigung am kommenden Sonntag, 4. März, nach Dinslaken zum TV Jahn Hiesfeld (15 Uhr, Sportanlage „Am Freibad“). Über zahlreiche Unterstützung freut sich die Truppe. Zumal man sich in Dinslaken beim Überschreiten der magischen 40-Punkte-Marke schon schön auf das Essener Derby gegen den ETB Schwarz-Weiß (SO, 11. März, 15 Uhr, Schetters Busch) einschunkeln könnte.

SpVg Schonnebeck: Grote – Patelschick, Engelberg, Ketsatis, Abrosimov – Denker, Heppke – Reimann (69. Enz), Yerek (84. Barrera), Busch (69. Barra) – Enger.

Cronenberger SC: Langendorf – Becker, D. Schättler, Diankanu, Jacobs (75. Er) – Mühlhause, Boudeing (59. T. Schättler), Perne, Leikauf – Hashim, Ruzic (60. Leber).

Schiedsrichter: Markus Wollenweber.

Tore: 1:0 Ketsatis (25.), 2:0 Yerek (68.), 3:0 Yerek (82.).

Zuschauer: 207.