0:1 in Velbert – Nach 13 Spielen ohne Niederlage hat das Zählen ein Ende

Die Spielvereinigung Schonnebeck hat das Gastspiel bei der SSVg Velbert mit 0:1 (0:1) verloren. Vor 200 Zuschauern erzielte Michael Smykacz in der 3. Minute den Treffer des Tages.

Doch den besseren Start hatten die Gäste aus Essen. Cheftrainer Dirk Tönnies stellte im Gegensatz zum 2:2 in Baumberg personell auf zwei Position um: Für den Ex-Velberter Nils Zander rückte Georgios Ketsatis nach abgesessener Gelbsperre wieder in die Abwehr. Dafür stellte der Trainer aber auch wieder von der Dreierkette auf die Viererkette um. Taktisch rückte Dominik Enz ins Mittelfeld, was zur Folge hatte, dass Marc Enger die einzige echte Spitze darstellte. Für den kurzfristig erkrankten Damian Bartsch stieß Tarkan Yerek ins zentrale Mittelfeld. Und die Umstellung griff, denn die erste Torchance hatte der Türke, der aus der Drehung allerdings nur den Pfosten traf (2).

Während sich die einen noch über die vertane Chance ärgerten und die anderen ob der Schonnebecker Angriffslust verwundert die Augen rieben, rollte der erste Angriff der Gastgeber in Richtgung Schonnebecker Tor. Schließlich drosch der frühere Mönchengladbacher Profi Moses Lamidi den Ball mit voller Wucht in die Mitte, wo Michael Smykacz das Spielgerät mit der Brust über die Linie zum 1:0 drückte (3.).

Die Führung machte die Gäste, die mit einer Negativserie von sechs sieglosen Spielen angetreten waren, zusehend mutiger und schmetterte die Angriffsbemühungen der Essener problemlos ab. Die Jungs in Grün-Schwarz konnten sich bei ihrem Torhüter Marcel Grote bedanken, der sie an alter Wirkungsstätte im Spiel hielt: Beim Schuss von Smykacz (16.) ging er volles Risiko und warf seinen Körper in die Schussbahn. Vier Minuten später durfte auch Grote sich erstmals bei der Querlatte bedanken, denn die verhinderte bei Lamidis Heber schlimmeres. Gleiches gilt für den wuchtigen Kopfball von Niklas Andersen in der 43. Minute, wo Grote seine Verbündete in der Querlatte hatte.

Während Tönnies versuchte, über eine Systemänderung neuen Schwung ins Schonnebecker Spiel zu bringen, war Velbert Trainer Imre Renji mit Gegenarbeit und Neuzuteilung seiner Schützlinge beschäftigt. Und weil sich auch nach dem Seitenwechsel mehr Räume ergaben, versuchte Tönnies mit Kevin Barra noch mehr Kreativität ins Schonnebecker Spiel zu bringen. Doch zu etwas Zählbarem reichte es am Ende nicht mehr. Das lag aber mehr daran, dass zunächst Yerek überhastet abschloss (78.) und zwei Minuten später Engers Schuss von SSVg-Schlussmann Philipp Sprenger entschärft wurde (80.).

Am Ende der Reise ins Bergische Land bleibt die Erkenntnis, dass die Last der Serie von 13 Spielen ohne Niederlage nun abgelegt ist. Für Tönnies allerdings sekundär: „Die Serie ist mir eigentlich egal! Viel schlimmer ist die Tatsache, dass wir in Velbert eine unnötige Niederlage kassiert haben. Ich hätte gerne gesehen, wie sich Velbert präsentiert hätte, wenn das 1:0 für uns gefallen wäre. Ich glaube, nach den letzten Wochen hätten sie den größeren Druck verspürt.“

Weiter geht es für die Spielvereinigung Schonnebeck am Sonntag, 25. Februar, mit dem ersten Oberliga-Heimspiel des Kalenderjahres 2018. Dann gastiert ab 15 Uhr der Cronenberger SC am Schetters Busch. Deren Trainer Peter Radojewski hat sich die Schonnebecker Niederlage nach dem Ausfall der Partie gegen den VfB Speldorf persönlich angeschaut.

SSVg Velbert 02: Sprenger – Zent, Sealiti, Andersen, Uzun – Schiebener, Wagener – Lamidi (69. Nnaji), Talarski, Mondello – Smykacz (81. Aydin).

SpVg Schonnebeck: Grote – Patelschick, Gutkowski, Engelberg, Ketsatis – Heppke, Denker – Enz (52. Barra), Yerek, Abrosimov (73. Busch) – Enger.

Schiedsrichter: Hendrik Heuvens.

Tor: 1:0 Smykacz (3.).

Zuschauer: 200.

Weitere Bilder unter www.amateur-sportbilder.de. Herzlichen Dank an Günther Salfeld.