3:2-Sieg zum Jahresabschluss – Tönnies-Elf nimmt die Serie mit in die Winterpause

Es wurde tatsächlich noch einmal Fußball gespielt im Kalenderjahr 2017. Und auch im letzten Spiel des Jahres blieb die Spielvereinigung Schonnebeck ungeschlagen. Durch den 3:2 (1:0)-Erfolg über den VfR Krefeld-Fischeln verbessert sich die Serie auf elf Spiele in Folge, in denen das Team von Dirk Tönnies nicht besiegt werden konnte.

Zugegeben: die diesbezügliche Fallhöhe steigt zunehmend. Aber das war am letzten Spieltag vor dem Weihnachtsfest sekundär. Viel mehr wollten sich die Schonnebecker Kicker mit einem dreifachen Punktgewinn von Ihrem Publikum in die wohlverdiente Winterpause verabschieden. Und das gelang mit Bravour.

Von Beginn an dominierten die Hausherren den Gegner, ließen Ball und Krefelder Spieler laufen. Mit dem Schachzug, neben Torjäger Marc Enger mit Hüseyin Ünal einen zweiten echten Stürmer aufzubieten, machte Tönnies alles richtig, denn die Gäste aus der Seidenstadt kamen damit überhaupt nicht klar. Entsprechend überfordert präsentierte sich die VfR-Hintemannschaft, als Ünal im Strafraum an den Ball kam und von Schlussmann Hendirk Sauter zu Fall gebracht wurde. Den fälligen Elfmeter verwandelte Marius Müller ohne Probleme zum 1:0 (15.), mit dem es auch in die Pause ging. Doch bis dahin war mehr drin. Erst ließ Ünal eine Großchance aus aussichtsreicher Position liegen (23.), dann hatte Müller die Doppelchance, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben (36.).

Doch es blieb beim 1:0. Das Spiel war vom Ergebnis weiter offen. Aber die Essener wollten Klarheit. Das merkte man der Mannschaft an. Und so kam das Team auch aus der Kabine. Bereits sieben Minuten nach Wiederanpfiff die nächste Großchance für Ünal: Markus Heppke bediente den Stürmer, der hat den Gästekeeper dann schon ausgespielt hatte, letztendlich dann aber doch am Fuß des Ex-Schalkers hängen blieb. Besser machte es drei Minuten später Torjäger Enger. Nach tollem Zuspiel von Timo Patelschick erzielte er die beruhigende 2:0-Führung (55.).

In der Folge waren Chancen für die endgültige Entscheidung da, doch den nächsten Treffer erzielten die Gäste aus heiterem Himmel. André Kubaritsch hatte auf der linken Seite zu viel Platz und versenkte unhaltbar für Marcel Grote, der den Vorzug im Schonnebecker Tor vor André Bley erhalten hatte (73.). Aber im Gegenzug stellte Ünal mit dem 3:1 den alten Vorsprung wieder her (74.), sodass das 3:2 durch den Sonntagsschuss von Kevin Breuer am Ende nur noch wenig Wert hatte (77.). Auch das unüberhörbare Meckern von Krefelds Mittelfeldspieler Quin Kruijsen in Richtung des Unparteiischen brachte dem Niederländer nur noch die Rote Karte (81.) mit sich.

„Die Jungs haben das wirklich gut gemacht“, analysierte Dirk Tönnies auf der Pressekonferenz, der Gäste-Coach Josef Cherfi fern blieb. „Wir können einen Strich unter eine erneut überragende Hinrunde machen. Wir stehen zwei Punkte hinter dem Tabellenführer und haben für die Rückrunde eine richtig gute Ausgangsposition. Mal schauen, was am Ende rausspringt.“

Jetzt steht erstmal die wohlverdiente Weihnachtspause an. Danach geht es in die Vorbereitung auf die Restrunde. Den genauen Start und den Vorbereitungsablauf präsentieren wir nach der Bekanntgabe der endgültigen Nachholtermine der beiden ausgefallenen Begegnungen bei den Sportfreunden Baumberg und beim SC Düsseldorf-West.

SpVg Schonnebeck: Grote – Patelschick, Gutkowski, Engelberg, Zander – Müller, Barrera (68. Yerek), Heppke, Abrosimov – Enger, Ünal (81. Busch).

VfR Fischeln: Sauter – Linser (87. Esposito), Pappas, Akarca, Norf – Kruijsen, Orlean (87. Tasci) – Ergin, Breuer, Kubaritsch (87. Baum) – Oehlers.

Schiedsrichter: Michael Menden.

Zuschauer: 295.

Tore: 1:0 Müller (15., Foulelfmeter), 2:0 Enger (55.), 2:1 Kubaritsch (73.), 3:1 Ünal (74.), 3:2 Breuer (77.).

Rote Karte: Kruijsen (81., Meckern).