2:1 bei TuRU Düsseldorf – Denkers Doppelpack lässt Schonnebeck spät jubeln

Die Spielvereinigung Schonnbeck hat das Auswärtsspiel bei TuRU Düsseldorf mit 2:1 (0:1) gewonnen. Unter die Freude über die Punkte 26 bis 28 mischte sich der Wehrmutstropfen, dass Angreifer Hüseyin Ünal mit der Ampelkarte frühzeitig das Feld räumen musste.

Es war das erwartete harte Stück Arbeit, vor dem Cheftrainer Dirk Tönnies unter der Woche bereits mehrfach gewarnt hatte. Die internen Querelen der Oberbilker entpuppten sich weniger als Hemmschuh für die Akteure, die im ungemütlichen Sturm an der Feuerbachstraße die Fahnen der Blau-Weißen hochhalten mussten. Vor 200 Zuschauern bot Interimstrainer Joe Knochen bei der TuRU einige Akteure auf, die mehr für die Reserve in der Kreisliga A eingeplant waren. Doch die Jungs setzten den Schwalben auf dem schwer zu bespielenden Untergrund massiv zu. Dementsprechend wenig verwundert blickte der Essener Linienchef drein, als gleich drei seiner Schützlinge auf der rechten Abwehrseite nur wenig beherzt in den Sprint von Fabio Fahrian eingriffen und den Außeverteidiger in aller Ruhe flanken ließen. Auch der Zugriff im Zentrum verlief eher semi-optimal, sodass Tiko Amryan mit dem ersten Schuss auf das Schonnebecker Tor die 1:0-Pausenführung erzielen konnte (23.). „Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen“, war Tönnies bedient und wechselte zur Pause gleich zweimal. „TuRU hat bis dahin viel investiert und wir haben so ziemlich alle Basics vermissen lassen.“

Mit dem Wiederanpfiff brachte Tönnies Damian Bartsch und Marc Enger ins Spiel. Und die Schwalben kamen besser zurecht. Durch das Wirken von Bartsch im Zentrum ergaben sich die nötigen Räume für Kapitän Markus Heppke, der plötzlich durch eine Reihe genialer Bälle in den Vordergrund trat. Mit einem davon bediente er Tarkan Yerek auf dem linken Flügel, der direkt auf Dennis Abrosimov weiterleitete. Der Ex-Gladbacher ließ den früheren Jonas Schneider und seinen Kollegen Malick-Montell Mourtala stehen und flankte genau auf Thomas Denker, der zum 1:1 einköpfte (53.).

Danach rollte eine Angriffswelle nach der anderen auf das Tor von Bjoern Nowicki. Zu diesem Zeitpunkt war für Tönnies klar: „Es war nur eine Frage der Zeit, wann wir die Führung erzielen, weil TuRU einfach nichts mehr dagegenzusetzen hatte.“ Allerdings wusste er da noch nicht, dass Hüseyin Ünal sein Team schwächen würde. Nachdem der Angreifer wegen hartem Einsteigen bereits in der 49. Minute Gelb sah, zeigte ihm Schiedsrichter Dalibor Guzijan in der 76. Minute wegen einem ähnlichen Vergehen und der darauffolgenden unnötigen Diskussion die Gelb-Rote Karte. Aber passend zum Karnevalsbeginn in diesen Tagen und dem Ausspruch „Et hätt noch immer jot jejange“ aus Düsseldorfs „Nachbarstadt mit K“ entschied Denker mit seinem fünften Saisontreffer das Spiel für sein Team: Nachdem Enger im Strafraum zu Fall gebracht wurde verwandelte der Mittelfeldspieler eiskalt zum 2:1 (84.).

Für die Spielvereinigung Schonnebeck steht nun am Sonntag, 19. November, das Heimspiel gegen den VfB Homberg an. Das Team von Stefan Janßen hat am Freitagabend mit 1:4 gegen den VfB Speldorf verloren und wird mit dem entsprechenden Vorhaben, die Punkte in Essen einzufahren, an den Schetters Busch reisen. Die Schwalben, die nun mit einem Zähler Abstand auf Tabelleführer TV Jahn Hiesfeld auf Platz fünf rangieren, werden das verhindern wollen. Der Anpfiff erfolgt um 14:30 Uhr.

TuRU Düsseldorf: Nowicki – Mourtala, Hotic, Reitz, Fahrian – Schneider, Kim, Eickels, Kanschick – Pulina, Amryan (86. Pereira Kränzle).

SpVg Schonnebeck: Bley – Patelschick, Gutkowski, Engelberg, Zander (46. Bartsch) – Denker, Heppke – Yerek (88. Busch), Barra (46. Enger), Abrosimov – Ünal.

Schiedsrichter: Dalibor Guzijan.

Tore: 1:0 Amryan (23.), 1:1 Denker (53.), 1:2 Denker (84., Foulelfmeter).

Zuschauer: 200.

Gelb-Rote Karte: Ünal (76., wiederholtes Foulspiel).