1:0-Sieg in Speldorf – Heppkes Traumtor beendet den Fluch der 90. Minute

Die Spielvereinigung Schonnebeck gewinnt am 14. Spieltag der Oberliga Niederrhein beim VfB Speldorf mit 1:0 (0:0). Wie zuletzt üblich fiel das entscheidende Tor auch hier in der 90. Minute – allerdings endlich mal auf der richtigen Seite.

Vor dem Spiel war Schonnebecks Cheftrainer Dirk Tönnies zum Umbau seiner Startformation gezwungen. Hinten fehlten die gesperrten Defensivspieler Georgios Ketsatis und Dennis Abrosimov. Dafür rückten Leon Engelberg und Nils Zander in die Abwehrreihe. Vorne begann Marius Müller für den angeschlagenen Marc Enger. Das daraus resultierende Loch auf dem rechten Flügel schloss Tarkan Yerek. Der Aufsteiger aus Mülheim schaffte zuletzt, fünf Mal in Folge ungeschlagen zu bleiben. Die Serie der Spielvereinigung hielt vor dem Anpfiff bereits sieben Spiele lang. Für beide Teams stand also einiges auf dem Spiel.

Zunächst übernahmen die Essener das Zepter und setzten durch einen ersten direkten Freistoß von Damian Bartsch ein Ausrufezeichen (9.). Das Team von Christian Mikolajczak brauchte fast eine Viertelstunde, um in die Partie zu finden. Die beste Gelegenheit hatte Janis Timm, der auf der rechten Seite Leon Engelberg stehen ließ und André Bley per Flachschuss prüfte (15.). In der 28. Minute jubelten die mitgereisten Gäste: Bartsch erzielte die vermeintliche Führung, doch der Treffer wurde aufgrund einer Abseitsstellung nicht gegeben und es ging torlos in die Pause.

Nach dem Wechsel legten beide Mannschaften vor allem an Tempo nach. Was dabei auf der Strecke blieb, war die Genauigkeit. Aber die Führung für die Schwalben lag in der Luft. Erst hatte Kevin Barra die Möglichkeit (56.), sein Team in Führung zu bringen. Dann schoss Müller den Ball nur knapp am Gehäuse vorbei (62.). Auf Seiten der Speldorfer versuchte es erst Pierre Nowitzki, dessen abgefälschter Schuss nur knapp den Torwinkel verfehlte (72.), und Deniz Hotoglu, der sich für seine starke Einzelleistung aus Schonnebecker Sicht glücklicherweise nicht belohnte (82.).

Als sich schon alle anwesenden 320 Zuschauer mit der Punkteteilung angefreundet haben, ließ Kapitän Markus Heppke seine ganze Klasse aufblitzen: Nach einer Ecke landete die missglückte Abwehr beim Routinier, der aus gut 20 Metern draufhielt und den Ball unhaltbar für Speldorfs Schlussmann Kai Gröger zum 1:0-Endstand in den linken Torwinkel setzte (90.).

Damit war der Bann gebrochen und der Fluch der 90. Minute beigelegt. „Nachdem wir in den letzten Spielen immer spät den Ausgleich kassiert haben, waren wir nun mal mit einem späten Tor für uns dran“, glaubte der Siegtorschütze nach der Partie an ausgleichende Gerechtigkeit im Fußball.

Speldorfs Trainer Mikolajczak war aufgrund der späten und unglücklichen Niederlage sichtlich enttäuscht: „Wir waren jetzt fünf Partien ungeschlagen. Diesmal hat uns die Präsenz aus diesen Spielen aber gefehlt. Trotzdem war es ein typisches 0:0-Spiel. Durch einen Sonntagsschuss zu verlieren, ist natürlich bitter.“

Erleichtert jubelte dagegen SVS-Trainer Tönnies in der Schlussminute, der zwar immer an den Sieg geglaubt hatte, aber nicht damit gerechnet hat, dass es wieder so ein spannendes Finale werden würde: „Wir haben es in einer sehr offenen Begegnung verpasst, konsequenter abzuschließen und ein Tor zu machen. Dann wäre vieles einfacherer gewesen.“

Für die Spielvereinigung Schonnebeck geht es nun am kommenden Sonntag, 12. November, als Tabellenfünfter mit 25 Punkten im Gepäck in die Landeshauptstadt zu TuRu Düsseldorf. Der Anstoß an der Feuerbachstraße erfolgt um 15 Uhr. Die Spielvereinigung setzt zu diesem Spiel wieder einen Bus ein. Wer mitfahren möchte, kann sich ab sofort anmelden. Weitere Infos: Hier klicken

VfB Speldorf: Gröger – Nakaoka, Bartmann, K. Müller, Panz – Yussif, Fritzsche, Nowitzki (79. Szewczyk), Hotoglu – Morina (31. Armen), Timm (90.+1 Heckhoff).

SpVg Schonnebeck: Bley – Patelschick, Gutkowski, Engelberg, Zander – Denker, Heppke – Yerek (83. Busch), Bartsch (68. Ünal), Barra (79. Barrera) – M. Müller.

Schiedsrichter: Marcel Donath.

Tor: 0:1 Heppke (90.).

Zuschauer: 320.