#SVSRAT 1:1 – Last-Minute-Treffer rettet Platz drei

Die Spielvereinigung Schonnebeck trennt sich am 30. Spieltag im Heimspiel von Ratingen 04/19 mit 1:1 (0:0)-Unentschieden.

Und das werten wir mal als positives Zeichen. Oft genug ist die Spielvereinigung nach einem Gegentreffer in der Rückrunde nicht mehr zurückgekommen und stand trotz größtenteils sehr ansprechenden Leistungen am Ende mit leeren Händen da. Diesmal war alles anders. Doch bevor es Grund zum Jubeln gab, boten beide Teams den 302 Zuschauern taktierendes Mittelfeld-Geplänkel an, ohne wirklich nennenswert in die gegnerische Gefahrenzone zu kommen. Wenn man von einer Chance im entferntesten Sinne sprechen möchte kann man wohlwollend den Abschluss von Kapitän Matthias Bloch, der allerdings aufgrund der Ungenauigkeit kein ernstzunehmendes Problem für Ratingens Schlussmann Dennis Raschka darstellte (43.). „Es war eine zerfahrene erste Halbzeit“, erklärte Dirk Tönnies. Sein Gegenüber, Peter Radojewski, fand in Bezug auf seine Mannschaft noch deutlichere Worte: „Bei uns hat die Genauigkeit und die Spannung gefehlt. Das war Sommerfußball.“

Und davon haben beide Trainer anscheinend genug gesehen, denn mit Anpfiff der zweiten Hälfte nahm das Spiel Fahrt auf. Schon im Mittelfeld ging es mehr zu Sache. Die Aktionen wurden auf präziser. Nur kamen beide Teams zunächst immer noch nicht zum Abschluss. Erst eine Unachtsamkeit auf der Außenbahn ermöglichte den Ratingern eine schnelle Spielverlagerung auf den gegenüberliegenden Flügel. Dort wartete Nabil Jaouadi, der mit dem Ball in den Strafraum eindrang und dann nur noch ins Tor einschieben musste (58.).

Die Schonnebecker waren aber weiter im Spiel und stemmten sich mit aller Macht gegen die achte Rückrunden-Niederlage. Das machte die Antwort von Marcel Kirchmayer deutlich. Beim seinem Schuss musste Raschka sein ganzes Können unter Beweis stellen, sonst wäre das schon der Ausgleich gewesen.

Der fiel aber erst mit dem Schlusspfiff, als sich Georgios Ketsatis im Rücken der Abwehr freilief, von seinen Kollegen mustergültig bedient wurde und unhaltbar ins lange Eck abschloss (90.+2).

„Das Gegentor ärgert mich zwar maßlos, weil es zu verhindern war“, harderte Tönnies nur kurz, um dann anzuerkennen: „Ratingen hat aber auch ein unglaublich gutes Umschaltspiel. Darum freue ich mich umso mehr, dass die Jungs bis zum Ende Moral bewiesen und sich den Punkt erarbeitet haben. Die Möglichkeiten auf einen früheren Ausgleich waren da, aber Ratingen hat eben Raschka zwischen den Pfosten.“

Radojewski ordnete den Zähler für beide Mannschaften als „in Ordnung“ ein: „Ich denke, nach einer intensiven Serie können beide Teams gut mit dem einen Punkt leben. Wir sind voll im Soll und Schonnebeck hat als Aufsteiger schon sehr viel mehr Punkte eingesammelt, als man es ihnen vor der Spielzeit zugetraut hätte. Respekt!“

Durch den Punktgewinn rangieren die Schonnebecker auch weiterhin auf Rang drei in der Tabelle. Den gilt es am kommenden Sonntag (8. Mai, 15 Uhr) beim direkten Verfolger TuRU Düsseldorf (Stadion Feuerbachstraße) zu verteidigen.

Nicht mehr einzuholen ist der Wuppertaler SV, der aufgrund des 3:3 in der Partie KFC Uerdingen gegen TuRU Düsseldorf nicht mehr vom Platz an der Sonne zu verdrängen ist. Die Wuppertaler waren bereits am Freitag mit einem 2:0-Sieg über den 1. FC Bocholt in Vorkasse gegangen und durften nun auf der Couch gemütlich auf den Aufstieg in die Regionalliga anstoßen. Quatsch! Ganz Wuppertal wird im Ausnahmezustand sein und in rot und blau leuchten. Wir gratulieren Stefan Vollmerhausen und dem WSV herzlich.

SpVg Schonnebeck: Bley – Dluhosch, Rademacher (64. Ünal), Bloch – Kirchmayer (64. Bußmann), Barra, Akkus, Ketsatis – Jasberg – Öz, Reimann (52. Cinar).

Ratingen 04/19: Raschka – Dombayci (89. Rößler), Hotic, Denker, Rott – Jaouadi (73. Teichmöller), Keser, Spillmann, Wehner (81. Erginer) – Keita-Ruel, Penan.

Tore: 0:1 Jaouadi (58.), 1:1 Ketsatis (90.+2).

Schiedsrichter: Hendrik Heuvens.

Zuschauer: 302.